und ich sah jetzt zu meiner Ueberraschung, daß eine menschlicheWohnung unter den sie umringenden Klippen vorhanden war.Es war die kleinste und elendeste Hütte, die ich jemals inden Hochlanden bemerkt hatte- Die Mauern aus Erdschollenwaren keine fünf Fuß hoch; das Dach bestand aus Rasenund war mit Binsen und Schilf ausgebeffert; der Kaminwar aus Lehm verfertigt, welcher mit Stricken aus Strohumwunden war, das Ganze, Mauern, Dach und Kaminwaren sämmtlich mit einem Pflanzenwuchs von HauSlauch,Riedgras und Moos überzogen, wie es bei verfallenen Hüt-ten von solchem Material gewöhnlich sich vorfindet. Mansah nicht die geringste Spur eines Kohlgartens, welcher sonstauch beiden elendesten Hütten eine Beigabe bildet; von leben-digen Dingen erblickten wir nichts, als ein am Dach derHütte weidendes Zicklein und eine Geiß, dessen Mutter,welche in einiger Entfernung zwischen der Eiche und demFluß Awe ihre Nahrung suchte.
Ich konnte den Ausruf nicht unterdrücken, „Wer kannso große Sünde begangen haben, daß er eine so elende Woh-nung verdient!"
„Sünde genug," sagte Mac Leish mit einem halbunter-drückten Seufzer, „und Gott weiß, auch Elend genug. Aberes ist keines Mannes Wohnung, sondern die eines Weibes-"
„Eines Weibes," wiederholte ich, „und an einem so ein-samen Orte!" was für eine Art Weib kann es sein?"
„Kommt hieher, Myladp, und Ihr könnt darüber selbsturtheilen," sagte Donald. Nachdem wir einige Schritte vor-wärts gegangen und um eine scharfe Ecke gekommen waren,erblickten wir die schöne, große, breite Eiche in der Richtung,welche derjenigen entgegen gesetzt war, worin wir sie bishergesehen hatten.
Das gefährl. Schloß »- and. Erzähl-
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