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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
457
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Gewerbe angehörigcn scharfsinnigen Menschenkenntniß undSchlauheit, so daß sein Gespräch unterwegs viel Unterhaltunggewährte.

Hiezu kam, daß Donald alle feine besonderen Pflichtenin dem von ihm so oft durchzogenen Lande genau kannte;er konnte bis auf Einen Tag Voraussagen, wenn man einLamm in Tyndrum oder Glenuilt schlachten werde, so daßder Fremde einige Aussicht hatte, ein christliches Mittagessenzu bekommen; er wußte bis auf eine Meile das letzte Dorf,wo man sich Waizenbrod verschaffen könne, für die Vorsichtderjenigen zu bestimmen, welche mit dem Lande der Hafer-kuchen noch wenig vertraut waren. Er war mit jeder Meileim ganzen Lande bekannt und konnte bis auf Einen Zoll an-geben, welche Seite auf einer hochländischen Brücke passir-bar und welche gefährlich wäre*). Kurzum, Mac Leish warnicht allein unser treuer Begleiter und handfester Diener,sondern auch unser demüthiger und uns stets zu Dank ver-pflichtender Freund. Obgleich ich den halbklassischcn CiceroneItaliens, den geschwätzigen französischen Valet de place undselbst den Maultiertreiber Spaniens kennen lernte, welchersich darauf Etwas zu gute thut, ein Maiseffer zu sein, unddessen Ehre man nicht ungestraft in Frage stellen darf, soglaube ich doch niemals einen so verständigen und aufrichtigenFührer angetroffen zu haben."

Die Richtung unserer Reise stand natürlich unter DonaldsLeitung, und cs ereignete sich oft, daß wir bei heiterem Wet-ter an Punkten anhielten, wo keine Station vorhanden war.

»i Dies ist oder war wenigstens eine nothwcndige Kenntniß für einenhochländischen Postillion. Noch vor wenig Jahren befand sich auf einerBrücke, in einem der schönsten Theile der Hochlande, die erschreckende In-schrift:Haltet euch an die rechte Seite, die linke ist gefährlich!"