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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Das ist sehr wahrscheinlich," sagte meine Freundin;dieäußersten Punkte der Gesellschaft stehen sich näher, als Swiftvielleicht geglaubt hat. Der Wilde ist immer artig bis zueinem gewissen Grade."

Außerdem betrugen sich die Hochländer, die stets bewaff-net gingen und eine sehr kitzliche Vorstellung von ihrem eige-nen Anstand unk ihrer Bedeutung hegten, gegen einanderund gegen die Niederländer mit so viel förmlicher Höflich-keit , daß sie sogar in den Verdacht der Unaufrichtigkeitkamen."

Die Falschheit," erwiderte ich,gehört ebensowohl demfrühesten Zustand der Gesellschaft wie den Formen gegen-seitiger Achtung an, die wir mit dem Namen Höflichkeit be-zeichnen. Ein Kind sieht nicht die geringste moralischeSchönheit in der Wahrheit, bis es ein halb Dutzend Malgepeitscht ist. Kann man nicht sogleich überführt werden,so ist die Ableugnung so leicht, und scheinbar so natürlich,daß sowohl der Wilde, wie das Kind, um sich zu entschul-digen, zur Lüge greift, und zwar beinahe so instinktartig,wie Beide die Hand erheben, um ihren Kopf zu schützen.Das alte Sprüchwortbekenne und du wirst gehängt" istnicht ohne Begründung. Neulich fiel mir eine Bemerkung einesälteren schottischen Geschichtsschreibers auf. Derselbe erzählt,daß Mac Gregor von Glenstrae und einige seiner Leute sicheinem der Grafen von Argyle auf die besondere Bedingunghin überliefert hatten, daß sie mit sicherem Geleit nach Eng-land gebracht würden. Der Mac Callan Mhor jener Zeithielt sein Wort, jedoch nur dem Buchstaben nach. Er schickteallerdings seine Gefangenen nach Berwick, wo sie auf derandern Seite des Tweed Luft cinathmetcn, jedoch nur unterstarker Bewachung, welche sie wieder nach Evinburg zurück-