anständigen, von ererbten Bäumen beschützten und beschattetenHauses stand Castle Treddlcs, ein großer klumpenartiger, vier-eckiger Bau von Bruchsteinen, so nackt wie mein Nagel, mitAusnahme einer unbedeutenden Einfassung von verwelkendenund ersterbenden fremden Gewächsen und eines elenden Ra-senplatzes, welcher statt eines grünen, mit Maßliebchen, Hah-nenfuß und Schlüsselblumen geschmückten Teppichs, eine zwargehackte und geebnete aber beinahe nackte Fläche darbot, aufwelcher die eingesäeten Gräser durch dürre verkümmert wa-ren, und die Erde ihre natürliche Farbe beibchaltcnd, beinaheebenso braun und nackt erschien, als wäre sie eben erst umge-hackt worden. Das HauS war ein großer Bau, welcher aufden Namen Schloß nur wegen drei der »ordern Fenstern mitgothischen Spitzbögen (beiläufig gesagt, durchaus das Gegen-theil des Bauflyles von alten Schlössern), und wegen einesThürmchens, von der Größe eines PfefferbüchSchenS, in jederEcke Anspruch machte. In jeder andern Hinsicht glich es ei-nem großen Stadthause, welches wie ein fetter Bürger aneinem Feiertage, einen Spaziergang auf's Land gemacht undden Gipfel einer Höhe, um sich umzuschen, bestiegen hat. DieHelle rothe Farbe des Sandsteines, der Umsang des Gebäu-des, die Steifheit der Gestalt, die unbehülfliche Stellung,stimmte so wenig mit dem rauschenden Clyde an der Vorder-seite, und dem sprudelnden Bach, welcher rechts hinab eilte,wie die fette bürgerliche Gestalt mit buschiger Pcrrückc, spa-nischem Rohr nebst dessen goldenem Knopf, kastanienbraunemRock und buntscheckigen seidenen Strümpfen mit der wildenund prächtigen Gegend von Corehouse Linn übereingestimmthaben würde.
Ich ging zum Hause; es befand sich in jenem Zustand derOcde, dessen Anblick vielleicht den unangenehmsten Eindruck her-