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aber dennoch ein Zittern der Hand bezeugende Schrift blickte,in welcher das Manuskript verfaßt war, konnte ich mich desGedankens, nach einer ernstlich ausgesprochenen Meinung, nichterwehren, daß man aus der Handschrift eines Mannes aufdessen Charakter schließen könne. Die niedlichen aber zusam-mengedrängten kleinen Schriftzüge wiesen auf einen Mannvon gutem Gewissen und geregelten Leidenschaften, welchernach seinem eigenen Ausdruck aufrecht durch das Leben ge-gangen sei; sie zeigten jedoch auch einen beschränkten Geist,sowie eingewurzelte Vorurtheile an, und eine gewisse Un-duldsamkeit, welche in beschränkter Erziehung ihren Grundhatte.
Die Stellen aus der Bibel und aus den Klassikern, diemehr verschwenderisch als glücklich angebracht und mit ge-sperrter Schrift geschrieben waren, um ihre Wichtigkeit anzu-deuten, erläuterten jene cigenthümliche Art Pedanterei, welcheden Streitpunkt für gewonnen hält, wenn man ein Citat inSicherheit gebracht hat. Bezeichnen ferner nicht die mitSchnörkeln verzierten großen Buchstaben, womit er den An-fang jedes Paragraphen, sowie die Namen seiner Familie undseiner Ahnen auszeichnete, so oft dieselben im Manuskriptvorkamen, sehr bestimmt den Stolz und das Gefühl derWichtigkeit, womit der Verfasser seine Arbeit unternahm undausführte?
Ich überzeugte mich, das Ganze gäbe ein so vollständigesAbbild des Mannes, daß die Entstellung seines Porträtsoder sogar die Störung seiner Gebeine im Sarge keinefrevelhaftere Handlung gewesen wäre, als die Zerstö-rung seines Manuscriptes. Einen Augenblick dachte ichdaran, dasselbe Herrn Fairscribe zu schenken, allein daranverhinderte mich die verwünschte Stelle über den verschwende-