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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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leben schuldig ist. Daß Charakterzüge von verstorbenen odernoch lebenden Personen, mit denen ich in Gesellschaft verkehrthatte, sich meiner Feder aufdrängen mußten, als ich den Wa-verley und die späteren Romane schrieb, versteht stch vonselbst. Ich habe aber stets meinen Porträts einen allgemei-nen Charakter zu erthcilen gesucht, so daß sie im Ganzen alsProdukte der Phantasie, wenn auch nicht ohne Aehnlichkeitmit wirklichen Personen, erscheinen konnten. Ich muß jedochgestehen, daß meine Versuche in letzterer Hinsicht nicht immerErfolg hatten. Es gibt Männer, deren Charaktere so eigen-thümliche Zuge darbietcn, daß die Schilderung einer vorherr-schenden und in die Augen fallenden Eigenheit, die ganzePerson als Einzelwesen euch vorfü-rt. So war z. B.der Charakter von Jonathan Oldbuck im Alterthümler zumTheil auf denjenigen eines alten Freundes meiner Jugendgegründet, welcher mich in das Verständniß des Shakespeareeinführte und mir andere unschätzbare Gunstbezeugungenerwies; ich glaubte jedoch die Aehnlichkeit so versteckt zu ha-ben, daß seine Züge von keinem jetzt lebenden Menschen er-kannt werden könnten. Jndeß, ich irrte mich und brachte so-gar das Geheimniß in Gefahr, worein ich damals meinenNamen zu hüllen wünschte; denn ich erfuhr bald darauf,daß ein sehr achtbarer Herr, einer der wenigen, jetzt noch le-benden Freunde meines Vaters und ein scharfsinniger Kriti-ker, Lei der Erscheinung des Werkes erklärt habe, er wissejetzt, wer der Verfasser sei, denn er erkenne im Alterthümlerdie Spuren vom Charakter eines Mannes, welcher in derFamilie meines Vaters ein sehr genauer Freund gewesen sei.

Es mag hier noch angeführt werden, daß der gegenseitigeAustausch der Großmuth, den ich, als zwischen WaverleyDas geführt. Schloß u. and. Erzähl. 22