»Ihr werdet," erwiderte die Dame, „die Absichten der-jenigen, auf deren Befehl Ihr handelt, dadurch am besten er-füllen, daß Ihr Euch mit mir in gar keine Unterredung ein-laßt, soweit dieselbe für Euren Charakter als Führer nichterforderlich ist."
Der Mann zog seine Augenbrauen zusammen, schien je-doch in den Vorschlag der Lady Berkeley einzuwilligen undschwieg, als Beide einige Zeit lang ihren Weg verfolgten,indem Jeder seinen Gedanken nachhing, welche wahrscheinlichauf Gegenstände wesentlich verschiedener Art gerichtet waren.Zuletzt wurde der laute Schall eines Jagdhorns in nichtgroßer Entfernung von den ungeselligen Reisegefährten ver-nommen.
„Das ist die Person, welche wir suchen, sagte Turnbull,„ich kann den Ton seines Jagdhorns von jedem andern inLiesen Wäldern unterscheiden, und mein Befehl geht dahin,Euch zur Unterredung mit demselben zu bringen."
Das Blut schoß schnell durch die Adern der Dame beimGedanken, daß sie auf diese Weise mit so wenigen Umständendem Ritter vorgestellt werde, zu dessen Gunsten sie in über-eilter Weise ihre Wahl mehr den Sitten jener Zeiten gemäßausgesprochen hatte, worin übertriebene Empfindungen oftHandlungen außergewöhnlicher Großmuth einflößten, als esjetzt in unseren Tagen geziemend erscheinen würde, woAlles für abgeschmackt gilt, was nicht auf einem Beweg-grund beruht, womit die unmittelbaren selbstsüchtigen In-teressen des Handelnden in Verbindung stehen. Als Turnbulldeßhalb in sein Horn stieß, um Antwort auf das von Beidenvernommene Zeichen zu geben, war die Dame im ersten An-trieb der Schaam und der Furcht zur Flucht geneigt. Turn-bull bemerkte ihre Absicht, hielt sie fest mit nicht sehr sanftem