durch Wälder und Wildnisse, um Abenteuer aufzusuchen, um-herschweifen, wodurch sich Gnade in den Augen einer schönenDame erlangen läßt. Bis zu einem gewissen Grade jedochwill ich die Bitte gewähren, um die du so ängstlich mich er-suchst, und die Entscheidung deines Schicksals wird von demWillen desjenigen abhängen, welchem deinen eigenen zu un-terwerfen, du dich für bereit erklärt hast. Ich werde bei derAnkunft an unserem Bestimmungsort, welcher jetzt in der Näheist, an Sir John de Walton schreiben, und meinen Brief mitdir, schöne Dame, durch einen bcsondcrn Boten absenden, erwird ohne Zweitel unserer Aufforderung sich stellen, und dusollst dich selbst überzeugen, daß sogar ein Mann, welcher bis-her taub gegen alle Bitten und unempfindlich gegen irdischeRegungen zu sein schien, noch einiges Mitgefühl für Schön-heit und Tugend hegt. Ich gebe dir die Wahl deiner künf-tigen Sicherheit und deines Glückes in deine eigene Hände,und in diejenigen, des von dir gewählten Mannes; du kannstdie Wahl, welche du willst, zwischen diesen Händen und demElend treffen."
Als er dieß sagte, schien sich eine jener Schluchten oderErdspalten vor ihnen zu eröffnen; der gespensterhafte Ritter,welcher dieselbe am oberen Ende betrat, führte mit einer bis-her noch nicht gezeigten Aufmerksamkeit den Zelter der Dameauf dem steilen und zerrissenen Pfade hinab, auf welchemallein der Boden des verwickelten Dickichts zugänglich war.Als die Dame sich auf festem Boden nach den Gefahren ei-ner Absteigung befand, auf welcher ihr Zelter durch die per-sönliche Kraft und Gewandtheit des eigenthümlichen Wesensgehalten zu sein schien, welches denselben am Zügel leitete,blickte sie mit Erstaunen aus einen zum Versteck vortrefflichgeeigneten Ort, welchen sie jetzt erreicht hatten- Es ergab