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Aufmerksamkeiten, die Anbringung von Stechpalmen und an-dern immergrünen Zweigen, welche die Jahreszeit gestattete,erwiesen den Eifer der heiligen Schwestern, die Kammer ih-res Gastes auszuschmücken; die Begrüßungen der SchwesterUrsnla sprachen dasselbe freundschaftliche Interesse aus, undgaben zugleich zu verstehen, daß sie schon einigermaßen imBesitze des Geheimnisses der Fremden sich befinde.
Als Augustin und die heilige Schwester sich mit dem Aus-tausch ihres Vertrauens beschäftigten, hätte der außerordent-liche Unterschied ihrer Gesichtszüge und Personen einem Je-den auffallend sein müssen, welcher durch Zufall ein Zeugeihrer Unterredung gewesen wäre. Das dunkle Pilgerkleidder verkleideten Dame bot keinen stärkeren Gegensatz gegendas weiße wollene Gewand der Klosterschwester von St. Brideals das Antlitz der Nonne, welches mit mancher furchtbarenNarbe durchzogen war, und das für immer erloschene Lichteines ihrer Angen, wodurch das gesichtslose Lichtvrgan in ih-rem Kopfe umherrollte, gegen das reizende Antlitz Augnstin'sdarbot, der sich mit vertrauensvollem und sogar liebendemBlicke zu den außerordentlichen Gesichtszügcn der Gefährtinhinncigte.
„Ihr kennet," sagte der angebliche Augustin, „den haupt-sächlichsten Thcil meiner Geschichte; könnt Ihr, oder wolltIhr mir Euren Beistand leihen? wo nicht, theuerste Schwe-ster, müßt Ihr einwilligen, eher ein Zeuge meines Todes,als meiner Schande zu sein. Ja, Schwester Ursula, ich willnicht, daß man höhnisch auf mich mit Fingern weise, als aufein gedankenloses Mädchen, welches so viel für einen jungenMann opferte, von dessen Liebe sie nicht so überzeugt war,wie sie cs hätte sein sollen; ich will mich nicht vor de Wal-
DaS geführt. Schloß ». a»i>. Erzähl. 13