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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
125
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Mißverständnisses ist wirklich schlimmer wie ein offener Streit;letzterer läßt sich durch Erklärungen oder Entschuldigungenschlichten, oder ein Gegenstand der Vermittlung werden; insolchem Fall jedoch wie dem ersteren ist eine Erklärung ebensounwahrscheinlich, wie ein allgemeiner Kampf zwischen zweiHeeren, welche starke VertheidigungSstellungen beiderseitig ein-genommen haben. Ihr Dienst jedoch zwang die zwei Haupt-personen in der Garnison von Douglas-Castle zu häufigen Zu-sammenkünften, wobei sie so weit entfernt waren, eine Ge-legenheit zur Ausgleichung zu suchen, daß ste sogar gewöhnlichihre alten Veranlassungen zur Uneinigkeit wieder hervorsuchtcn-

Bei einer solchen Gelegenheit geschah es, daß de Waltonin sehr förmlicher Weise de Balence fragte, zu welchem Zweckund auf wie lange Zeit er den Sänger, Bertram genannt,im Schlosse lassen wolle.

Eine Woche," sagte der Gouverneur,ist in solchen Zcit-umständen, und solchem Orte wie diesem hier, sicherlich ge-nügend, um die einem Sänger schuldige Gastfreundschaft zuleisten."

Sicherlich," erwiderte der junge Mann,habe ich nichtgenug Interesse an dem Gegenstände, um darüber einen ein-zigen Wunsch zu hegen."

In dem Fall," bemerkte de Walton,werde ich diesePerson ersuchen, ihren Besuch im Schloß Douglas abzu-brechen."

Ich weiß von keinem besondern Interesse," erwiderteAymer,welches ich an dem Verfahren dieses Mannes hegenkönnte. Er befindet sich hier unter dem Vorwände, die Schrif-ten eines Thomas von Erccldoun, Reimer genannt, aufzu-suchen, welche, wie er sagt, sehr merkwürdig sind, und vonwelchen sich ein Buch in des alten Barons Studierzimmer