Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

101

gewöhnliche Aufgebot wurde an das niedere Volk oder an dieVasallen der Gegend gesandt, welches diese, ungeachtet ihrerAbneigung, im Allgemeinen mit Vergnügen nach dem großenepicuräischen Grundsatz earpe lliein aufnahmen, d. h. verlierekeine Gelegenheit zur Erholung, welche das Leben gewahrt,unter welchen Umständen sich dieselbe auch darbieten mag.Eine Jagd hatte noch immer viel Anziehendes, sogar wennein englischer Ritter im Douglaöwalde seinem Vergnügennachging.

Es war ohne Zweifel betrübend für die treuen Vasallen,daß sie einen andern Herrn, wie den gefürchteten Douglas,anerkennen mußten, und im Wald, sowie am Strom aus denBefehl englischer Offiziere und in'Gesellschaft ihrer Armbrust-schützen, die sie für ihre natürlichen Feinde hielten, dem Treib-jagen sich zu stellen gezwungen waren. Es war jedoch dieeinzige Vergnügung, die ihnen auf lange Zeit noch gestattetwar, und sie waren nicht geneigt, die sich ihnen darbietendeGelegenheit vorübergehen zu lassen. Die Jagd des Wolfes,des wilden Ebers, oder sogar die des furchtsamen Hirsches er-heischte eine Bewaffnung; bei dem wilden Rindvieh war dieAusrüstung von Armbrusten und Pfeilen, Eberspießen undscharfen Schwertern, sowie von anderen Jagdwaffen, die de-nen des wirklichen Krieges glichen, noch bei weitem mehrerforderlich. In Betracht dessen wurden den schottischen Ein-wohnern nur selten gestattet, der Jagd sich anzuschließen undauch alsdann wurden Anordnungen hinsichtlich ihrer Zahl undWaffen, und besonders letztere insoweit vorgeschrieben, daßihnen von den Streitkräften der Engländer das Gleichgewichtgehalten wurde; Umstände, die den Schotten sehr anstößigwaren- Der größere Theil der Besatzung wurde bei solchenGelegenheiten dazu entboten und verschiedene Abtheilungen,