43
sei an dir nichts Arnes, vielleicht nach meiner Meinung fürdeinen Sohn Erlaubniß erhältst, in dem Kloster hier in derNähe zu kleiden, bis du dein Geschäft in Douglas Castle be-endigt hast, und wieder bereit bist, die Reise anzutreten.Beiläufig gesagt, find die Nonnen in dem Kloster dort ebenso alt wie die Mönche und haben beinahe eben so langeBärte; somit kannst du über die Moral deines Sohnes beru-higt sein."
„Wenn ich diese Erlaubniß," sagte der Sänger, „erlangenkann, so wäre es mir lieber, ihn in der Abtei zu lassen undvorher selbst wegzugehen, um die Befehle des kommandirendenOifiziers einzuholen "
„Sicherlich," erwiderte der Bogenschütze, „ist dies dassicheiste und beste Verfahren- Mit einem oder zwei Gold-stücken kannst du dir den Schutz des Abtes verschaffen."
„Du redest weise," erwiderte der Sänger; „ich kenne dasLeben und bin mit jedem Abhang, Schlucht, Fußweg und Paßin der Wildniß unserer Bahn schon zwanzig Jahre lang ver-traut; wer seinen Lauf nicht wie ein geschickter Seemann hin-durchzusteuern vermag, nachdem er solche Lehrjahre durch-gemacht hat, wird schwerlich jemals etwas lernen, würde ihmdazu auch ein Jahrhundert gestattet."
„Da du ein so geschickter Seefahrer bist," antwortete derArmbrustschütze Anthony, „so ist dir sicherlich auch auf deinenWanderungen ein Trank, Morgenschluck genannt, vorgekom-men, welchen diejenigen, die durch andere auf Bahnen geführtwerden, wo sie selbst keine Erfahrung besitzen, denen zu gebenpflegen, welche die Rolle eines Führers bei der Gelegenheitübernehmen."
„Ich verstehe Euch, Herr," sagte der Sänger; „und ob-gleich Geld oder Trinkgeld, wie die Flamländer das nennen,