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die Du schon zur Zeit der mächtigen Gothen eine Freie warst, undDir und den Nachbarstädteu die Freiheit erobertest, indem Du dasBlut der Fremden und der Dcinigeu vergossest, Dir meldet Deincingcborner Sohn, Juan de Padilla, wie Du durch das Blutseiner Adern Deine alten Siege verjünge» müssest. Können meineThateu nicht den beglückten und ruhmreichen Werken andererDeiner Kinder angereiht werden, so lag es nicht au meinemWillen, sondern an meinem bösen Geschick. Ich bitte Dich, wiemeine Mutter, nimm von mir das Leben an, das ich nun zu ver-lieren im Begriff bin, weil mir Gott nichts Köstlicheres für Dichzu verlieren gab. Ich schätze Deine Achtung unendlich höher, alsmein Leben. Die Umschwünge des wandelbaren Glücks sind man-nigfaltig. Was mir aber den besten Trost beut, ist, daß ich, derletzte Deiner Söhne, für Dich den Tod leiden darf und daß Duandere an Deiner Brust nährst, die im Stande sind, mich zurächen. Mehrere Zunge» werde» die Todesart berichten, die mirbestimmt ist und die ich »och nicht kenne; was ich weiß, ist, meinEnde ist nahe, »nd da werde ich beweisen, wie lieb mir's ist. Ichempfehle Dir meine Seele, wie der Schutzherriu der Christenheit.Von meinem Leibe rede ich nicht; er gehört mir nicht. Ich kannnicht »lehr schreiben. Denn in diesem Augenblick fühle ich dasMesser nahe an meinem Herzen, mehr gerührt durch Dein, alsmein Leiden."
Nachdem er dies geschrieben, ging er stolz und heiter zum Tode.
Die Niederlage der Aufständischen bei Villalar, der Tod deshetdenmüthigen Padilla, die kluge Milde, mit welcher die Regent-schaft Alle aufnahm, welche zum Gehorsam gegen den König zu-rückkehrtcn, löscten die Liga auf. Die Bewaffneten kehrten inihre Provinzen zurück. Nur Donna Maria Pacheco, die WittwePadilläs, ergab sich nicht. Sie hielt den Muth Toledo's aufrechtund verthcidigte die Stadt noch lange, was ihr um so leichter