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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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was sie denn auch that. Das Volk erstaunte freilich; fand aberdie Sache und den Beistand der Heiligen nicht anders als billig.

Uneinigkeit unter den Gliedern der Liga und langweilige Unter-handlungen mit dem Adel bewirkten einen trägen Gang der Ge-schäfte. Es ging eine kostbare Zeit verloren. Padilla, ungedul-dig, griff endlich das königliche Kriegsvvlk an, eroberte nach tapfcrmWiderstande den wichtigen Platz Torrclobato (3. März 1521)mit Sturm und wandte sich daraus gegen Tordesillas. Er hätte derköniglichen Macht hier mit seinem siegentflammten und an Zahlüberlegenen Kriegsvvlk unfehlbar den Todesstreich versetzt, wennnicht die Liga ihn abermals durch nenangcsponnene Unterhand-lungen mit der Regentschaft gehindert hätte. Dies Stillliegenschwächte den Eifer des Volks, das an keine Kriegszncht gewöhntwar und sich znm Theil zerstreute, zum Theil ans Padilla's Lagermit der zu Torrclobato gemachten Beute nach Hanse begab. Nach-dem endlich die Verhandlung mit der Regentschaft abermals frucht-los abgelansen und der Waffenstillstand aufgehoben war, konntePadilla mit seinem allzusehr geschwächten Heer keine Schlachtmehr wagen. Das wußte sein Gegner, Graf Haro, sehr wohlzu benutzen. .Er übersiel ihn, (am 21. April 1521) bei Villalarund siegte. Padilla stürzte sich, das Schwert in der Faust, mittenunter die Feinde, um den Tod zu suchen, weil er die FreiheitSpaniens nicht mehr retten konnte; ward aber verwundet, zuBoden geworfen und gefangen. Das Schicksal hatten auch einigeseiner Hauptleute.

Folgenden Tages stellte mau ihn vor ein Kriegsgericht und ver-urtheilte ihn zum Tode. Als sich einer seiner Schicksalsgefährten,weil man ihn Verräther nannte, wild und unbändig gebchrdete,sagte Padilla ruhig:Gestern war'S an uns, Muth des Kriegs-mannes zu zeige»; heute ist's a» uns, mit Sanftmuth des Christenzu sterben."

Zsch. Ges. Schr.. Thl. 17*