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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
Entstehung
Seite
399
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wissenschaftlicher Werke, durch hohe Schnlthcorien ». s. w. ihreeigeuthümliche Gestaltung annahmen.

Der spanische Adel hatte bis dahin mit dem Volke gemeineSache gemacht. Nun aber, da er bemerkte, daß die Cortes zuTordesillaS eben so unmittelbar ans Einschränkung der Adelsvor-rechte, als auf Beschränkung der Ministerialwillkür zielten, zog ersich zurück und schloß sich an die königliche Regentschaft an, Diesward dem Gange der Volkssache gefährlich; der Hof empfing eineunerwartete Stütze im Innern des Reichs selbst.

Die Abgesandten der Liga nach Deutschland, welche dem Kaiserdie obigen Artikel überbringen sollten, vernahmen schon unterwegsund wiederholt, sie sollten, wenn sie nicht ihre Köpfe wagen woll-ten, sich auf keine Weise unterstehe», vor dem Kaiser zu erscheinen.Als sic davon Anzeige nach Spanien schickten, gcriethen die Ver-bündeten in Wuth, Daß ein König von Kastilien verweigerte,seinen Unterthanen Gehör zu geben und ihre demüthigen Vorstel-lungen zu empfangen, war in ihren Auge» ein Despotismus ohneBeispiel. Schon sah das Volk sich den Adel zum Kampf rüstenund seine Vasallen zusammenziehen; schon sah cs die kriegerischenAnstalten der Regentschaft, Also ward znm Schwert gegriffen. EinVolksheer von 20,»Oll Mann zog sich ans allen Provinzen zusam-men, Padilla zwar war derLiebling des Volks und der Soldaten;aber dennoch gab man den Oberbefehl nicht ihm, sondern an DonPedro Giro», ältesten Sohn des Grafen von Urnena, einenjungen Mann ohne Kraft und ohne besondere Gaben, Der Grundmochte wohl theils eine kleine Eifersucht gegen Padilla, theilsRücksicht auf die vornehme Herkunft Don Pedrv's sein. Diesengroßen Fehler aber büßten die Aufständischen schwer. Denn wäh-rend Don Pedro ungewiß mit seinem Kriegshaufen umherschwankte,warf sich Graf Haro, welcher das königliche Heer anführte, plötz-lich gegen das schwachbcsctzte TordesillaS, drang nach hartnäcki-