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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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heiligste», »ne das Volk zu besänftigen; Vergebens fielen die Mönche,welche von ungefähr auf den Straßen dazu kamen, auf die Knie,um für das Leben des Abgeordneten oder wenigstens um so vielFrist zu bitten, daß er beichten und Absolution empfangen könne.Die Menge schrie:Nur der Henker muß den absolviren,der das Vaterland verrathcn hat." Er starb unter ihrenHänden. Dieselbe Volkswnth herrschte zu Bnrgos, zn Zamoran. s. w. Man schleifte dort die Hänscr der Repräsentanten, diesich flüchtig gemacht hatten, auf den Grund, »nd verbrannte ihreHabschaften.

Kardinal Adrian, als Regent von Spanien, schickte den könig-lichen Richter Nonqnillo mit einem Heerhanfen nach Segovia,Tvrdestllas Tod zu rächen. Die Stadt aber hatte 12,00« Mannauf den Beinen und Verschloß die Thore. Rongnillv hob die Be-lagerung an. Die Segovier verthcidigten sich muthig, und da sievon Toledo Hilfe bekommen hatten, schlugen sie den Nonqnillo sofurchtbar, daß er sich mit Verlust seines Gepäcks und der Kriegs-kasse zurückziehcn mußte. Als dies Adrian vernahm, gab er demköniglichen Oberseldherrn Antonio Fonseca Befehl, ein Heerzusammenznziehcn und Segovia zu nehmen. Allein die Einwohnervon Medina del Campo, wo der Kardinal große Vorräthc VonKriegsbedürfnissen angelegt hatte, wollten diese nicht hcransgebenund sic zum Verderben ihrer Mitbürger gebrauchen lassen. Fonsecagriff die Stadt mit Gewalt an; man verthcidigte sich tapfer. Erließ in einige Häuser Feuer werfe». Das vermehrte die Wnlhder Bürger. Sic ließen hinter sich die Stadt brennen, ranntengegen Fonseca's Heer und schlugen es in die Flucht. Medina wardamals eine der bedeutendsten Städte Spaniens, die Waaren-niederlage vieler andern. Fast ganz war sie in Asche verwandelt.Dies machte Fonseca's Namen zum Abscheu in ganz Kastilien.Selbst zn V allad olid, wo der Kardinal Adria» residirte, erklärte