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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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nicht eher verlasse», bis die Wahl vollendet war. Da wurden sicköstlich bewirthct ans Koste» des Freistaates; Alles, was sie be-gehrten, ward ihnen gegeben, und was Einer von ihnen ver-langte, warb ohne Unterschied Allen erthcilt.

Die Herren hatten dann mitnnter auch seltsame Gelüste. Soerzählt z. B. Leopold Enrti, in seinen Denkwürdigkeiten vonVenedig, daß eines Tages einer von de» Wahlherrcn einen Rosen-kranz forderte, und man brachte sogleich cinundvicrzig; einandermal verlangte einer Aesvps Fabel», und man mußte die ganzeStadt durchlaufen, um cinnndvierzig Eremplarc anfzutreibcn.

Spanien im Jahre 1520 nnd 1820.

Aehnlichc Ursachen, ähnliche Wirkungen. Robertson in seinerGeschichte Karls V. erzählt mit andern Namen ungefähr dasselbeSchicksal Spaniens ans dem sechszehnten Jahrhundert, was dasnennzehntc wicdererblickt hat. Damals war Don Inan de Pa-pilla der große äl-irlir cts In lidvrtnii. Er endete »»glücklich nndwürde von seinen Landsleuten längst vergessen worden sei», hättenicht zu Toledo bei der Martinsbrücke noch die alte Schandsäulcan ihn erinnert, welche auf der Stelle des geschleiften Palasteserrichtet worden war, wo er und seine wahrhaft heldcnsinnige Ge-mahlin Maria Pachcev gewohnt hatten. Dreihundert Jahrenachher fiel cs den Einwohnern von Toledo wieder ein, stolz ansihn zu Werden, a guel Ilorvv vsslsltniw, guo luv et griioeroguv Intvnto ckerrovar vt ctssiiotiüinv, ; ük» lidvilsck ü su pu-lvis. Man erlaubte ihnen de» Stolz jedoch nur vier Jahre lang,und die neue Ehrcnsäule mußte der Schandsäulc noch einmal Platzmachen.