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aber bald, und konnte» die Rechtlichkeit ihres Herrn, die sie einegöttliche Gcmüthshvheit nannten, nicht genng vergöttern.
Die vernagelten Canvnen.
Ich liebe die Kriegslisten, die weltlichen wie die geistlichen.Denn weil die Kirche Krieg führt, muß sie anch Kriegslisten haben.Die weltlichen Herren habe» Kanonen, die geistliche» Cano-nen; das ist der ganze Unterschied. Die weltlichen vernageln,wenn cs ihr Vortheil will, ihre Kanonen; die geistlichen könnendas auch. Wie denn? — Ich will ein Beispiel erzählen.
Alberoni, der berühmte Minister und Kardinal, wollte Bi-schof werden, aber kein Bischof tu partilius, sonder» er liebte,als gescheitster Mann, die Realitäten. Eine solche Realität wardas Bisthum von Malaga, den» es trug neunzigtausend LivresRente» ei». Dafür kann man sich schon gefallen lasse», den Hirten-stab z» tragen. Der Papst schlug ihn also im Konfistorium vor,nnd Alberoni ward Bischof.
Allein Alberoni hatte zwar Lust zu de» neuiizigtausend Livresjährlich, doch nicht die mindeste, seine Ministeriell-Allmacht inMadrid dafür aufzugeben, nnd sich in Malaga mit Langeweile zuplagen. Er verlangte demnach von Sr. Heiligkeit dem PapsteDispensation von der Pflicht, in Malaga rcsidiren zu müssen.
Nun aber eine solche Dispensation zu ertheilen, war keinemgewissenhaften Manne, noch weniger dem Gebieter des Gewissens-reicheS, möglich zu geben.- Jedes mit Seelsorge verbundene geist-liche Amt, wie ei» Bisthum, eine Pfarrei, legt die Verpflichtungauf, am Orte des Amtes zu wohnen, »in des Amtes zu Pflegen.Die Mehrheit der heiligen Väter auf der tridentinischen Kirchen-