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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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383
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was sie Kostbares bei sich haben. Das heißt, sie werfen von ihremTabak, ihrem Schmuck betend in die Wellen.

Der Sinn für das Schöne ist, wie religiöser Sinn, alten Völ-ker» des Erdbodens gemein. Wahrlich, man vermißt ihn auchnicht bei den Indianern in den kanadischen Wäldern. Sie liebe»Musik, Dichtkunst und Tanz. Schiller hat uns die nadowcssischeTodtcnklage gegeben, recht treu im Geiste des Volkes, wahrschein-lich nach einem überlieferten Terte in irgend einer Reisebeschrei-bung gebildet. Lang in seiner Reisebeschreibung hat »ns ein Lie-beslied der Nipeg on-Jndianer aufbehalten, und zwar in der Ur-sprache, die er sehr wohl verstand, weil er Kaufmann und west-indischer Dolmetsch war. An der Ursprache ist uns hier nicht vielgelegen. Aber das Liedchen, wie cs ihm eine junge, NeuvermählteFrau gefällig für ein Gläschen Rum vorsang, mag hier stehen.Ihn nur lieb' ich, kS ist wahr!

Denn er ist mir süß und klar,

Wie der Saft deö Zuckerbaumes.

Ihn nur lieb' ich, es ist wahr!

Denn er ist mir süß und klar,

Wie der Helle Thau am Halme.

Wie das zarte Laub der PalmeImmer lebt und immer zittert,

Lebt und zittert

Er für mich, und immerdar.

Das Liedchen der Nipegonerin, man kann es nicht läugnen,ist ein Aushauch so zarter Empfindungen, als irgend je die Prnsteiner schönen Europäerin bewegt haben mögen. Die Chippe-wahs haben viele Lieder. Zn allen ihren Tänzen singen sie, undzu allen ihren große» Begebenheiten und Handlungen im Lebentanzen sie. Wir sind bei uns zu Lande nicht halb so ästhetisch,wie die Kinder der Natur in den Forsten Kanada's. Der Tanzwar auch überhaupt bei allen Nationen des AlterthumS bedeut-