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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Sv leben die Scihks, als ein mächtiges, tapferes Volk Hindo-stans, noch heut »»abhängig I» ihren: Lande, wie In ihrem Glau-ben. Neber sie herrscht kein morgenländischer Despot. Sie bildenvielmehr in ihrem weitläufigen Gebiet einen Bund mannigfaltiger,selbstherrlicher Staaten, nur zu gemeinsamer Vcrtheidigung in Krie-gestagen vereint Die Macht ihrer Fürsten oder Rajahs ist durchden Rath der Nkali's beschränkt; so wie die Macht dessen, de» sieihr höchstes Oberhaupt nennen, durch den Wille» aller Najahs.Denn jährlich reifem diese persönlich zu einer Tagsatzung zusammen,oder sie senden ihre Abgeordnete», um die allgemeinen Angelegen-heiten, Frieden und Krieg betreffend, zu beschließe». Das Ober-haupt hat nur den Willen Aller zu vollziehen. Dies war im Jahr1813 der tapfere und kriegerische Fürst R u n d sch e t - S i n g inAmrita - SaraS.

Wenn die Fürsten vereint mit den Akali's zusammcntrctcn, ge-schieht die Eröffnung der Tagsatzung unter frommen Feierlichkeiten.Im prachtreichcn Saale verbeugen sie sich alle beim Eintritt zuerstvor den daselbst liegenden heiligen Büchern und rufen dabei einenSpruch, der den Ruhm und die Herrlichkeit ihres Volkes preiset.Dann sprechen die Akali's ein feierliches Gebet zu Gott, und deckenein Tuch ab von einer Menge vor den heilige» Büchern ausge-breitcter Kuchen. Die Versammelten lassen sich nieder. Die Akali'Stheilen die Kuchen ans, und sprechen zu den Fürsten und Gesetz-gebern des Volks die Worte Nahaks des Weisen:Effet und gebetzn essen!" Noch andere Feierlichkeiten folgen, um religiöse undvaterländische Gefühle zn erwecke». Dann beginnen die Verhand-lungen, die mit Ernst und Würde geschehen, und wo, ohne schwereMißbilligung, nie die Aeußernng des Eigennutzes oder einer andernLeidenschaft gethan werden darf.

Der Brite Wilkins hatte auf seinen Reise» durch HindostanGelegenheit, einen Versammlungsort der Scihks zu besuche», wo