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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
Entstehung
Seite
365
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Verordnungen aufbewahrt, n»d bei sechshundert Akali's vom Staaterhalten werden. Er blieb geehrt, wenn auch nicht glücklich. DieWaffen des fürchterlichen Aurung-Zeb, des Eroberers und Groß-moguls, überwältigten auch ihn; aber besiegen konnten sie ihn nieganz. Sein blieb das hindostanische Gebirg. Von hier ans führteer mit seinen Seihks den ununterbrochenen Raubkrieg gegen dieNebermächtigen. Seine Nachfolger ahmten ihm nach. Nie wardFriede zwischen den Mnhamedanern »nd den unbezwinglichen Seihks.Jene setzten auf den eingebrachte» Kopf eines jeden Seihks einenPreis; diese verwüsteten dagegen von Zeit zn Zeit die schönstenBezirke des mognlischen Gebietes.

Anrnng-Zeb, der im Jahr 1707 starb, hinterließ ein un-ermeßliches, darum schwaches Reich. Es zerfiel. Die Seihks brachengewaltiger hervor, »nd gewannen, bald siegend, bald besiegt, neneKraft; bis ein neuer Anrnng-Zeb, nämlich Nadir Knli Khan,der eben so ehrgeizige, als grausame Länderstürmcr aus Persien,erschien und Hindostan mit seinen Heeren überschwemmte. Nocheinmal wichen die Seihks in ihr Gcbirgsland zurück, bis Schack-Nadir im Jahr 1747 im Aufruhr ermordet war. Und wie einst desgroßen Moguls, so verging nun des Persers ungeheures Reich.ES stürmten die Dschatcn, die Mahratten und andere unterjochteVolkerstämme Hindostans gegen die persischen Besatzungen und trie-ben sie aus. Die kriegerischen Seihks aber eroberten wieder, wassie einst unter Guhro - Gorwinds Herrschaft besessen hatten. IhreForschritte erregten die Eifersucht der Affghanen und Mahratten;»nd konnte» weder durch die Tapferkeit der eine», noch der andernanfgehalten werde». Sie dehnten ihre Gewalt ans von der altenHeimat im Gebirg bis zur Wüste Redschistan; vom Indus biszum jungen Ganges.