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sie ihre Gottesverehrungcu begingen. Auf seine Anfrage, ob ihmdies gestattet werden könne, antwortete man ihm: Der Ort, woGott verehrt wird, steht allen Mensche» offen. Doch mußte er,ehe er cintrat, zum Zeichen der Ehrfurcht, oder der Reinlichkeitwillen, die Schuhe ablegcn. Dann führte man ihn z» einem Teppich,und gab ihm mitten in der Versammlung einen Sitz. Er sah sechsbis sieben Pulte. Auf jedem ein aufgeschlagenes Buch. 2>» Hinter-gründe stand ein mit goldgewirktem Tuch nmhangcncr Tisch; darauflag ein Schwert, welches mit einem runden, schwarze» Schild be-deckt war. Ohnwcit diesem Tisch befand sich ebenfalls ein niederesPult, und ein großes Tuch darauf, welches zugeschloffen war.
Nun ward ausgcrufen: cs sei die neunte Stunde, und die Gottes-verchrung beginne. Einige Männer ergriffen das Pult mit demgroßen Buche, und trugen es auf die entgegengesetzte Seite desVersammlungsortes. Ein Mann mit einer Pauke, zwei andere mitEymbeln begleiteten es dahin. Dann trat ein Greis mit langemSilberbart zum Pulte, kniete nieder vor demselben, öffnete dasgroße Buch und stimmte einen Gesang an. Das Volk, so oft derGesang endete, erhob dann die Stimme, wie zu einem lautenAmen. Alle Gesichter drückten eine fromme Freudigkeit aus. Eswar ei» Gesang zum Lobe des höchsten Wesens. Dann erschien einjunger Akali. Er sprach laut und feierlich ein langes Gebet umKraft gegen das Böse, um Stärke zu guten Thatcn, um das all-gemeine Wohl der Menschheit, um dcü Segen des Höchsten überdas Volk der Seihks. Von Zeit z» Zeit stimmten, wen» der Betendeschwieg, die Versammelten alle vvrschriftmäßig den Ausruf: WaGor»! au, worauf der Akali fortfuhr zu bete». Diese Andacht be-endet, erhob sich der Greis wieder. Er sprach einen kurzen Segens-wunsch über die Anwesenden, und lud sie zu einer freundlichenBrudermahlzeit ein.