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wese» sein, die da neue Glaubensordnnngen schufen, deren Namenuns unbekannt blieben. Aber eines Mannes Name verdient ge-kannt zu sein, dessen religiöses Lehrgebäu allerdings auch den ge-bildeter» Europäern ehrwürdig erscheint. Dies ist Nahak, derGesandte des Himmels im Lande der SingS oder Seihks,
Der Oberst Malcolm*) gab uns von diesem merkwürdigenManne bestimmtere Anzeigen; und Malcolm ist eben nicht ge-neigt, die Seihks oder den erhabenen Stifter ihres Glaubens znschmeicheln. Er ist Soldat; landeskundig; in seinen Angaben unddem, was er als Augenzeuge vernahm, kunstlos berichtend.
Im Norden Hindostans, wo es abendwärts an Persien rührt,vom Mittlern Indus bis zum Ganges, breitet sich ein weites,fruchtbares Reich unter mildem Himmel aus, von großen Gebirgs-ketten und Strömen durchzogen. Im Süden desselben ruht dieendlose Sandwüste von Redschistan; nördlich das Hochland Persiensund Thibets. Dies ist das große Land der Seihks, von welchemgesagt wird, es habe über viertausend Geviertmeilen, und bei fünfMillionen Einwohner. Das Pcnschab oder Reich der fünf Mün-dungen des Indus; jener Grenzstein von des mazedonischen Alexan-ders wahnsinnigen Erobererzügcn; jener Schauplatz der Pracht undNeppigkeit der altberühmten Großmoguln; das palastreiche Lahor,durch die hundert Meile» lange, von gepflanzten Bäumen um-schattete Kaiserstraße mit Dehli und Agra einst verknüpft; dasgewerbige Multan an der Mündung des Dschumna — dies allesist in das Gebiet der Seihks eingeschloffen.
Hier wohnt in Bergen und Ebenen ein regsames, thätigesVolk. ES baut in seinen Aeckern alle Gctreidearten; es zählt auf
") lt/atoo/m !>üel< l> ok ti,e siblc«. London 1812.