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Nahak der Weise.
Das alte, reiche Vaterland der meisten Religionen des mensch-lichen Geschlechts, Asien, wohin noch heut die Christen Europa'«,die Bekenner Muhameds in Afrika, die weitzerstrcuten NachkommenIsraels ihre andachtvollen Blicke wenden, ist noch in nnsern Zeitennicht minder fruchtbar an Religionen. Das ernste, sinnige Europahat schon Vieles, aber noch keine Religion in die Welt gebracht.Denn selbst die Äsen des alterthümlichen Norden, die Götter La-tiums und Griechenlands stammte» ans dem schöpferischen Morgen-lande. Man muß sehr beklagen, daß die Reisebeschreibcr vom In-nern Amerika's und Afrika'«, viel zu wenig vertraut mit denSprachen der Urbewohner, uns von deren religiösen Begriffenallezeit die unvollkommensten, ja gewiß falschesten Vorstellungengeben. Denn gewöhnlich sehen sie, was sie dort sehen, entwedermit christlich-frommen Vorurtheilcn; oder sie deuten die gottes-dienstlichen Gebräuche, die sie wahrnehmen, auf eine willkürlicheWeise, ohne Verstand und Kenntniß des Wahren; ohngcfähr wieein Hindu, oder ein Gelehrter von Hussa und Tombuktu es deutenwürde, wenn er unsere Protestanten singend zum Abendmahltischwandern, oder den Meßpriester vor dem Altar bald stehen, baldknien, bald eben so die sich kreuzende Gemeinde erblicken sollte.
Wir in Europa haben nur die vom Orient empfangenen Re-ligionen ausgeschmückt, verbessert, »erkünstelt, veredelt. UnserePäpste, Luthers, Zwingli's, Menno's u. s. w. gelten nicht als gött-liche Gesandte. Sie sind nur, was heutiges Tages im arabischenNcdsjed oder Bergland der Sohn Abdul-Wahab war, so wiedie Wechabitcn nur die muhamedanischen Protestanten in Asien sind.
Asien, die Heimat der Propheten, der großen Religionsstifter,ist es noch in neuern Jahrhunderten. Von Konfutsee, Moses,Brama herab bis zum mekkaischen Muhamed mögen viele ge-