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an die Senate, an die Parliamente des Alterthums, an dieLandstände der Mittlern Zeit. Dritter Zeitraum in der Ent-wickelung der Nationen.
Weil die Priester nur dasjenige zu denken und zu sprechenpflegten, was ihnen zum Vortheil diente: so machten die Fürstenvon der Denk- und Sprechfrciheit ähnlichen Gebrauch für sichselbst. Auf die Art entstand bald zwischen dem geistliche» undweltlichen Arm ein Gegensatz, der die Freiheit anbahnte. DasMündigwerden der Landhcrren vermehrte die Freiheit; aber auchdie Land stände dachten und sprachen nur für ihren Nutzen, fürihre Rechtsamc am liebsten. Bis die Buchdrucker-Presse er-funden ward. Da maßten sich die Gelehrten von Handwerkeigenmächtig ebenfalls die Denk-, Sprech- und Preßfreiheit an,weil sie ihr Beruf an Kloster- oder Hochschulen antrieb, öffent-liche Lehrer zu sein. Vierter Zeitraum der Gesittung.
Die Gelehrten lehrte» aber so wirksam, daß bald alles Volkzu Stadt und Land buchstabiren, lesen, und sogar denken lernte.Bürger und Bauern bekümmerten sich nun auch um das, wasaußer ihren Zäunen und Ringmauern geschah. Man druckte undlas Zeitungen. Es war erlaubt, von auswärtigen Staaten Alleszu melden; Vom Jnlande nur das, was löblich schien und ge-priesen werden konnte. Man gestattete neben dieser Art Preß-freiheit eine Art Denkfreiheit; aber die Sprechfreiheit des Volkesward verpönt. Fünfter Zeitraum der Ausbildung der Völker.
Sobald aber das Kind nicht mehr verworren fühlt, sondernklare Gedanken zu fassen beginnt, will es auch sprechen. Dasliegt in der Natur. So fingen auch die Völker an, mündig zuwerden, und Jeder im Volk maßt sich Denk-, Sprech- und Preß-freiheit an, und will mitreden. Sechster Zeitraum seit Erschaf-fung des menschlichen Verstandes. Und am Beginn desselben ste-hen wir jetzt.