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her so begonnen ist, mnß sich Niemand wundern, daß elende Höf-linge das Verderben im reifer» Alter der jungen Thronerben voll-enden können. Der Herzog von Anjou, der als Philipp V.im Zahr 170t den spanischen Thron bekam, war damals noch einunerfahrner Knabe von siebenzchn oder achtzehn Jahren. DerPräsident von Kastilien, Don Manuel Alias, hatte nichtsDringenderes zu thu», wie er sich unter kriechende» Höflichkeitenihm zum erstenmal nahte, als den jungen König allcrnntcrthänigstzu erinnern: „ daß sämmtliche Spanier seine Knechte (valets) wä-ren, er aber der Herr, »»abhängig von Allem sei; daß, was erbegehre, auf der Stelle, ohne Widerrede geschehen müsse; daß,und wäre die gesammte spanische Monarchie ans einem Punkt ver-sammelt, sie nur eine berathcnde, er allein die entscheidende Stimmehabe; daß er doch nicht vergessen solle, Gott habe ihn an dieSpitze eines nicht nur monarchischen, sonder» wirklich despotischenStaates gestellt, der despotischer als jeder anderein der Christen-heit sei."*)
Um einen Thronerben zum ausgezeichneten, vortrefflichsten Für-sten zu bilden, muß man ihn nothwcndig erst zum ausgezeichneten,vortrefflichen Menschen erziehe», das heißt, alle ihm von der Na-tur verliehenen Anlagen zu einer Vollendung entfalten, deren sieirgend fähig sind. Er sollte, als Mensch, zuerst angeleitet wer-den, Mensche» als Seinesgleichen zu ehren, und die Lumpen desBettlerknaben und seinen eigenen Putz als Nebendinge und Gabendes Zufalls betrachten. Er sollte daran gewöhnt werden, jedemSeinesgleichen durch Körperkraft, Geistesstärke und Gcmüthsadelüberlegen zu werden, und ein Fürst unter Menschen, auch ohne
*) Schreiben des Marquis de Lauvillc an BeauvillicrS, in des Er-ster» lVIeinoires soorels snr I'elsliligsemenr <le la rnaison öleLonibon en LspaAne.