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wodurch er groß geworden. Er konnte sogar die Frau von Mon-tesquieu rühmen, wie sie seinen Sohn, den König von Rom,erzogen hatte, die eher den strengsten Tadel verdient hätte.
Die Zimmer des Kindes befanden sich im Erdgeschosse derTuilericn gegen den Hof derselben hinaus, wo gewöhnlich müßigeGaffer und Neugierige nmhergingen, in der Hoffnung, das Kinddurch die Fenster zu sehen. Eines Tages — so erzählte Napo-leon in St. Helena mit wahrem Wohlgefallen, und um die Weis-heit der Frau von Montesquieu hervorzuhebe» — eines Tageswar das Kind gar böse und unartig, und durch keine Vorstellun-gen zu besänftigen. Frau von Moniesquiou befahl sogleich, dieFensterläden zu schließen. Das Kind, kaum dreijährig, erschricktüber die plötzliche Finsterniß, und fragt: „Mama Quiou, warumdas?" Ihm antwortet Frau von Montesquieu: „Weil ich Sieviel zu lieb habe, um der ganzen Welt Ihren Zorn sehe» zu las-sen. Was hätten doch diese Leute, die Sie vielleicht dereinst alleregieren werden, von Ihnen gesagt, wenn die Sie in solchem Zu-stande gesehen haben würden! Meinen Sie denn, die Leute möch-ten Ihnen gehorsam sein, wenn sie wüßten, daß Sie so unartigwären?" — Das Kind versprach sogleich, es nicht mehr zu thun.„Sehen Sie Wohl," sagte Napoleon zu Las Cafes, „das ist einganz Anderes, als wie sich Villcroi mit Ludwig XV. benahm, derzu diesem, als Kind, sagte: „Sehen Sic, mein Gebieter, allesjenes Volk da gehört Ihnen. Alle die Leute, die dort stehen,sind-die Ihrigen!"*)
In der That hat Villervi nichts Anderes als Frau vonMontesquieu gesagt, nur etwas runder heraus hat er's ge-sprochen.
Wenn die Verziehung der Fürstenkinder schon von der Wiege
) iVIcnioiiul cke LailUe-bleläiie. I. 390.