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nommene Begriffe ändert und sich den rings verwandelten Verhält-nissen »nd Vorstellungen des Zeitalters willig anschmiegt..
Es werden viele Lobreden ans die Fürsten geschrieben. DieVölker verdienen solche gewiß nicht minder, und sie sind ihnen viel-leicht minder gefährlich, als jenen, weil sie weniger leicht vomWeihrauch betäubt, wohl aber durch Anerkennung ihrer Tugendenin denselben gestärkter werden.
Mittelaltcrischcr Jakob in ismus.
Wäre es einmal Ernst, die europäischen Völker zur Verehrungeines zügellosen Willens auf dem Thron, und znr gedankenlosenUnterwürfigkeit gegen eine gcdankcnfeindliche geistliche Gewalt zu-rückzuführen: so müßten wir nicht bei halben Maßregeln stehenbleiben, sondern vom Grund aus helfen. Wir müßten nicht vonder Herrlichkeit des Lebens im Mittelalter reden, wo cs zwar Leib-eigene, aber doch auch freie Leute gab, sondern von der Vortreff-lichkcit unserer Altvordern früher» Datums, von den Asiatenmüssen wir sprechen; denn ans Asien stammen wir! Warum blickenwir nicht frendig zurück in dieses alte, verlorne Paradies unsererVölkcrjugend? Da weiß man auch heute »och nichts von Volks-revolutionen, sondern nnr von Hofrcvolutioncn, wenn etwa einBrndcr den andern, oder ein Sohn den Vater, oder ein Neffeden Oheim vom Throne stößt. Da sieht noch jetzt ein halber Welt-thcil im Dalailama seinen Fleisch gewordenen Gott, und küßt denStaub vom Fuße des Priesters hinweg. Da ist noch die Stim-mung und Laune, mit welcher der Khan, Schach oder Sultan desMorgens vom Schlaf aufgestanden ist, der Zivil- und Kriminal-coder des Tages. Da gilt noch in den Kasten der Hindu der alt-löbliche Unterschied der Volksklaffen in nrbildlicher Vollendung;