und können wir auf chinesischen Hochschulen Etikette und Zeremo,niel studire», als Basis guter Ordnung.
Viele Lobredner des Mittelalters sind, scheint es, entwederverkappte Jakobiner oder unwissende Nachbeter. Denn eben damalshatten ja weltliche Fürsten den Personen der Päpste, Kardinaleund Bischöfe übler mitgespielt, als je; eben damals lehnten sichja sogar Mönchsorden gegen Roms Gewalt auf, die jetzt dessenStützen sind; eben damals ermunterten und belohnten die Hosegeistvolle Gelehrte und Schriftsteller, die »ach Wahrheiten forsch-ten, deren man heute gern entbehre» möchte; eben damals hattenselbst die freiheitärmsten Nationen Landstände, und andere Völkerhatten sreiheitreiche Verfassungen.
Weiß man denn nicht, wie die Juslieia von Aragonien,wenn sie den Eid des neuen Königs empfangen hatte, ihm mitans die Brust gesetzter Degenspitzc sagte: „Wir sind so viel alsSie. Wir machen Sie zu nnserm König und Herrn, auf daß Sie,wie Sie eben geschworen haben, unsere Rechtsame und Freiheitenhandhaben und bewahren. Wo nicht, — nicht!"
Man erinnere sich nur a» die alte Verfassung von Brabant,aus der ich einige Artikel hersetzen will:
„Der Herzog soll die Prälaten und andern Geistlichen nichtohne Vorwissen, Genehmigung und ausdrückliche Einwilligung derbeiden andern Stände, des Adels und des Volks, versammeln."
„Der Herzog soll keine Steuer erhebe», oder Auflagen machen,ohne Einwilligung der Stände des Landes."
„ Es soll kein Ausländer eine Ehrenstelle in Brabant bekleiden,ausgenommen unwichtige Aemter."
„ES soll der Herzog keinen seiner Unterthanen anders, als aufdem Rechtswege, belangen und verfolgen, damit sich der An-geklagte durch Sachwalter vertheidigen und seine Angelegenheitöffentlich verhandeln könne."