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sie denkenden, immer für sic sorgenden, wie einem Nrbildc desGuten mit stiller Zärtlichkeit anhängen; dem sie nicht Vorwürfemachen mögen, wenn er auch fehlt; dem sie nie zürnen; den siesogar weinend entschuldigen, wenn erste — verkauft und vertauscht.Eine solche Liebe hat nichts von Studentenliedcrn und Gymna-siastcnplancn zn fürchten, wohl aber von der Unbesonnenheit derer,welche Fürsten gewöhnen, ihre Unterthanen wie eine meuterische,verräthcrische, empörungslustige Masse zu betrachte».
Vielleicht das rührendste Beispiel deutscher Treue haben inneuern Zeiten die wacker» Hessen gegeben. Denn ihr verstorbenerKurfürst Wilhelm I. (geb. am 3. Juni 1743) war hart, sogarrauh, zurückstoßcnd, unfreigebig, und doch blieb ihm sein Volk inden Zeiten der Verlassenheit und Verstoßung mit unendlicher Treueergebe». Es vergaß nie, was er pflichtmäßig zur Beförderung desLandbaues, der strengen Gercchtigkcitspflege und des bessern Schul-wesens gethan hatte; aber es vergaß seinen Starrsinn, seinen Geiz,seine willkürlichen Gewalthandlungen, und wie das arme Land sichvergebens unter ihm zum Wohlstand emporringcn wollte, währender in seine Schatzkammer Gold auf Gold häufte.
Es ist bekannt, wie er beständig, aus Liebhaberei, mitten imFrieden einen beträchtlichen Haufen Kriegsvolks unterhielt, den-selben ererziren und dreffiren ließ, und wie er zu dem Ende all-jährlich viele Tausende seiner Unterthanen dem Pfluge, den Werk-stätten, den Reitern und Verwandten vorenthielt. Er hatte vondieser Soldatenspielerei nur zweimal einigen Nutzen; das erstemal,als er am 12. September 1787, für die jährliche Summe von675,000 Kronenthalern, geradezu zwölftausend seiner Landeskinderauf vier Jahre an England in den Krieg vermiethete; das anderc-mal, als er eben so viele seiner Unterthanen, zum Nutzen seinesHausschatzes, im Jahr 1792 an Großbritannien in Kriegssold undDienst hingab. Hingegen im Jahr 1806, als es Ernst galt, als