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Napoleon waren religiös; mir daß sie nicht Kirchlichkeit »nd Priester-th»m für Religion und die Spitzfindigkeit oder Bilder der Dog-matik von verschiedenen Sekten für den Weg des ewigen Heilshielten.
Die Spöttereien Friedrichs über Priesterthümlichkeitcn gehörtenzu demjenigen Ton, welcher in seiner Zeit für den feinen und gutengehalten wurde, und der besonders durch die geistvoller» Schrift-steller Frankreichs allgemeiner geworden war. Er mußte um somehr gefallen, weil der gesunde Menschenverstand, beim Fort-schreitcn der Wissenschaften, schon mit den Schöpfungen und Lehrender Dogmatik mancher Sekten zerfallen war, und hier ein drolligeroder witziger Einfall um so leichter gefunden ward, indem dasLächerliche und Erhabene, wie Napoleon sagte, nur eine Hand-breite von einander liegen.
Der Einsiuß der französischen Literatur hatte auf Friedrichnoch eine andere Wirkung, welche allerdings seiner königlichenWürde nachtheiligcr als jener ungebundene und gcrngesuchte Scherzüber Kirchlichkeiten war. Sein Geist ward dem Geiste seines deut-schen Volkes entfremdet; er erkannte weder dessen Eigenthümlichkcitnoch Werth. Er suchte Ruhm durch sein Volk; das Volk sollteden eigenen Ruhm nur in dem des Königs sehen. Er, mit Ge-ringschätzung deutscher Knust und Wissenschaft, die er sich nichtmehr Mühe gab, zu kennen, als sie herrlich um ih» her erblühten,lebte in ausländischer Sprache und Bildung fort, und befördertedurch sein Beispiel den Unglauben der Deutschen an sich selbst unddie Ueberschätzung des Fremden, die Nachahmung des Ausländischen.So ward er, ohne es zu ahnen und zu wollen, der kräftigem Ent-wickelung des deutschen Volksgeistes hinderlich; hemmte länger, alser lebte, in der Nation das edle Selbstgefühl eigener Würde,eigener Größe, und machte es in feiler Nachahmerei und Bcwun-