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beer öffentlicher Anerkennung finden. Wenn Napoleons Stiftunggrößer gedacht ist, als Friedrichs Orden, müssen wir dies den er-erweiterten Begriffen und Ansichten des Zeitalters in Rechnungbringen, des Zeitalters, in welchem jeder Mensch, seine Menschen-würde empfindend, im Zufall nicht mehr Weisheit, in der Geburtnicht mehr Verdienst, im Schein nicht mehr das Wese» erblickte.
Dies war aber zu Napoleons Zeit, besonders in Frankreich,als Wirkung einer vollkommenen Umgestaltung des Staates, weitmehr der Fall, denn in Preuße» zur Zeit Friedrichs. Dieser Mo-narch, welcher den Ruhm seines Reiches nur als die Frucht seinesWirkens erkannte, schien ihn auch nur durch seinen festen Willenund seine Mittel, Waffen und Geld, emporhalten zu können, womiter ihn gegründet hatte. Daher blieb nicht nnr der Unterschied derStände scharf gesondert, sondern er zog, mit Borliebe für dasHeerwesen, zwischen dem Militär- und Zivilstande eine March-linie, durch welche beide in einer Art Gegensatz, nicht wie gleich-berechtigte Mitbürger eines und desselben Staates, sondern wie einehöhere und niedere Kaste neben einander erschienen. In Frankreich,wo die Vorrechte des Feudaladels untergegangcn waren, sah manüberall nur Bürger mit gleichen Rechtsansprüche». Napoleon selbst,die größten seiner Staatsmänner und Helden waren durch eigenesVerdienst aus dem Volke hervorgegangcn. Jeder Bürger warSoldat im Fall der Noth, jeder Soldat zugleich Bürger. Weitentfernt, dieses edlere Verhältniß zu stören, suchte es Napoleonzu befestigen; und wie er allen Parteisinn, alles Faktionenwescnauszutilgcn strebte, so wollte er auch keine Nebenbuhlerei undEifersucht von Ständen erwachsen lassen. Er dankte dem Heerenur einen Theil seines Ruhms, seine Krone aber dem Volke.
Aus demselben Grunde gestattete er auch selbst demjenigenStande, welcher sich von jeher und fast in allen Ländern gernvom übrigen Volk trennte und erhob, dem geistlichen Stande,