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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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zur Vollbringung von seinen Friedenswerken erlebt hat. Andereausgezeichnete Fürsten haben ihren Ruhm, wie der schwedischeGustav Adolph oder Karl, durch Kriegcsthate», andere ihn,wie Kaiser Karl V, durch staatSniännische Klugheit, andere ihn,wie Leopold von Toscana oder Karl Friedrich von Ba-den, als weise Staatsvcrwalter gewonnen. Aber nur seltenenGeistern ist verliehen, in Allem zugleich zu glänzen, wie Heinrich iv.von Frankreich oder Peter I. von Rußland. Darum eignet ihnendie Welt den Namen der Großen unter Ihresgleichen zu. PreußensFriedrich und Frankreichs Napoleon werden von Jenen nichtnbertroffen.

Die Aufgabe des Letzter» ward »m so schwieriger, da er zu seinemWirkungskreise ein Reich empfing, in welchem alte und neue Ordnun-gen und Begriffe, die feindselig einander gegenüber standen, zu ver-söhnen, Parteien zu zähmen, Anfruhre zu dämpfen waren, undein Volk, in langer Gesetzlosigkeit verwildert und frech, zur Liebeder Sitte und Zucht und des Gehorsams zurückgeführt werdenmußte. Wie Heinrich iv. vor ihm, um Herr aller Parteien zuwerden, selbst den kirchlichen Glauben verließ, für den er so langegefochten hatte: gab auch Napoleon die rohen Formen und For-derungen der republikanischen Partei ans, in der er seinen erstenGlanz erworben hatte. Er bot dem ausgewanderten Adel Frank-reichs die Hand, und verknüpfte mit der Pracht und Gewalt eineserblichen Thrones die edelsten von den Stiftungen des unterge-gangenen Freistaats. Dazu aber bedurfte es wahrlich einer starken,ja einer eiserne» Hand. Und fie fehlte ihm nicht. Er brachte sieund die Unerschüttcrlichkeit des Willens nnd die Gewohnheit desunbeschränkten Gebieters aus dem feldherrlichen Zelt ans den kai-serlichen Thron.

Ich weiß, man nannte ihn den Despoten, und dichtete ihmsogar Verbrechen an, von denen nach unbestochenen Zeugnissen