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schehene Zertrümmerung der vormaligen beschränkenden Ordnungen,des Lehenwesens, der erblichen Vorrechte, die Zersplitterung deralten, ungeheuer» Grundbesttzungen der Geistlichkeit und des Adelsmußte dem schnellern Aufblühen dienen. Die Revolution hatte denBoden Frankreichs mit dem Schutte der vermorschten Stiftungendes Alterthums gedüngt.
Nicht so günstig fand der große Friedrich das Verhältnißseiner Völker und Staaten, als er zu ihnen von den Schlacht-feldern des siebenjährigen Krieges zurückkehrte. Ein von der Naturminder reich gepflegtes Gebiet war von Feinden und Freunde» sounmenschlich verheert und ausgeraubt, daß er auf längere oder-kürzere Zeit einzelnen Provinzen nicht nur keine Abgaben fordern,sondern sogar den geplünderten Landleuten Getreide zum Samenfür die Bestellung der Acckcr, und Pferde für ihre Pflüge gebenmußte. Und dennoch verwandelte sein Geist die wüst gewordenenLandschaften binnen zehn Jahren in ein heiteres Gebiet vollerGewerbsfleiß, Wohlstand und Fülle, zum Erstaunen der übrigenDeutschen. Er bevölkerte die Einöden mit neuen Niederlassungen,machte durch Fabriken den Kunstfleiß der Fremde entbehrlicher, zogKanäle, baute Hochstraßen, stellte verbrannte Dörfer und Städteher, gab dem Reiche ei» neues Gesetzbuch, leistete das Unglaub-liche, und doch, was das Unglaublichste scheint, machte er darumkeine Staatsschuld, sondern sammelte einen öffentlichen Schatzvon beinahe andcrthalbhundert Millionen Gulden, wie vor ihmkein Fürst Europens leicht aufzuweisen hatte, und nährte danebenein schlachtsertigcs Kricgesheer von zweimalhunderttausend Mann.
Es dürfte schwer zu entscheiden sein, wer von Beiden, ob Na-poleon oder Friedrich, der größere Staatswirth gewesen; doch möchteman säst dem Letzter» die Krone reiche«, wenn man bedenken will,wie er mit geringer» Mitteln das Außerordentliche geleistet, undvergessen will, daß jener nie, wie dieser, einen vieljährigen Frieden