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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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daß ihm kaum schwerer wurde, sich zu einem Feldzuge, als zueinem Balle zu entschließen; ferner, daß das Ueberglück ihnnicht ohne Uebermuth gelassen. Wir können inzwischen ohneBedenken zugeben, daß schwächere Menschen schon weit früherundbei der Hälfte aller Gunst, welche ihm das Verhängnlß gewährte,noch übermüthiger geworden sein würden, und vielleicht eben diekleinen Seelen äm ersten, die ihn deswegen am lautesten getadelthaben.

Was Napoleon, wäre ihm Friede vergönnt worden, seinemFrankreich geleistet haben würde, erkannte Niemand besser, alsEnglands eifersüchtiges Auge. Wenige Monarchen haben ihrenVölkern während der längsten Friedensdaner solche Fülle desWohlstandes gegeben, oder vorbereitet, als er während der un-unterbrochenen Kriegsjahre. Er verlieh seinem Reiche ein neuesGesetzbuch und treffliche Einrichtungen der Rechtspflege. Er be-lebte den innern Verkehr und Handel, indem er das weite Gebietmit herrlichen Land- und Wasserstraßen durchschnitt und wilde Ge-birgswege fahrbar machte. Nie sah man zwischen Rhein undPyrenäen den Gewerbsfleiß und das Leben der Fabriken vormalsblühender und allgemeiner, nie die Finanzen besser geordnet unddas Selbstgefühl der Nation erhöheter. Vieles von dem, was ergestiftet, ward selbst von denen, die ihn haßten oder seine Fürsten-weisheit neidisch herabsetzten, als Muster nachgeahmt; und sogardiejenigen, welche nachher kaum seinen Namen in Frankreich aus-zusprechen gestatten wollten, mußten es dulden, daß ihn seineSchöpfungen fort und fort mit Ruhm nannten.

Freilich, ihm kam zur Ausführung wohlthätiger, großgedachterEntwürfe der unerschöpfliche Reichthum eines fruchtbaren Landes,die vielseitige Bildung eines regsamen Volkes und das freiere Da-sein desselben zu statten, in welchem es fähiger geworden war, sichselber zu Helsen. Ja sogar die unter den Staatsumwälzungen ge-