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bürger mußte anerkennen, er sei des Thrones würdig. Eine solcheAufgabe war ohne Widerrede schwerer, als die üble Laune einesgrollenden Vaters zurückwetsen, und Napoleon genoß hier einesVorzugs, wie ihn das Verdienst stets vor der glänzendsten Geburthaben wird.
War jemals ein Monarch rechtmäßiger Inhaber seines Thrones,so war es Napoleon. Die Nation hatte ihn dahin gehoben, wieeinst den Pipin auf den Thron der Chlodowingen. Napoleon hatteaber keinem Vorfahr gewaltsam die Krone entrissen, durch keineVerbrechen und Grausamkeiten die höchste Gewalt genommen. DieMehrheit der europäischen Höfe erkannte ihn als den Kaiser Frank-reichs an. Und wenn ihn schon England den kleinen Korsenhieß, verminderte dies seine Macht und Größe so wenig, als wennder römische Hof im großen Friedrich nur den „kleinen Mark-grafen von Brandenburg" fand. Daß Napoleon sich nochvom Papst salben ließ, daß er seinen Fürstenstuhl mit einer Kaiser-tochter theilte, war in der That keine Bekräftigung seiner recht-mäßigen Hoheit, sondern eine Förmlichkeit, welche er de» Begriffendes Zeitalters schuldig zu sein glaubte.
Napoleon hatte, da er die Krone empfing, seines NamensNnhm schon über alle Weltthetle verbreitet; Friedrich hingegen,da er die seinige nahm, mußte sie erst glänzend machen. Beidehatten beim Beginn ihrer feldherrlichen Laufbahn das mit ein-ander gemein, daß sie dieselbe in fast gleich jugendlichem Alterund mit gleich großer Ueberraschung ihrer Feinde eröffnet«!. Fried-rich zählte achtundzwanzig Jahre, als er in den ersten schlesischenKrieg zog; Napoleon beim Anfang seines ersten italienischenFeldzuges sechsundzwanzig. Jener, an Land und Volk nicht mäch-tiger als der Papst tu seinem Kirchenstaate, besiegte bei Moll-wttz des übermächtigen Oesterreichs Stärke mit Schaaren, die nurzum Prunk, nicht zur Schlacht geschaffen waren; dieser schlug