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Gemahl der Prinzessin Amalie von England nnd Vater blühen-der .Ander geworden wäre, würden wir mehr Züge seines gcmüth-lichen Lebens nnd Webens, als geistreiche Einfälle, witzige Erwie-derungen und glückliche Spöttereien von ihm erfahren haben.
Es lag übrigens in Friedrichs wie in Napoleons Denkart eineeigcnthümliche Hoheit, die schon ans der Erhabenheit ihrer Würde,dem weiten Gesichtskreise ihrer Verhältnisse, der Zahl Und Wich-tigkeit ihrer Berufsgeschäfte nothwendig hervorgehen mußte, wennsie ihnen nicht auch natürlich gewesen wäre. Aber ohne dieseDenkart wären beide nie zu ihrer Größe und zu dem ungeheuer»Wirkungskreise gekommen. Kleinliche Menschen verlieren sich aufdem Throne in Nebendingen und Unwichtigkeiten, nnd werden da-durch, daß sic höher stehen, nicht größer, sondern kleiner. Na-poleon wie Friedrich empfanden jene löwenartige Großmuth, welchesich schämt, persönliche Kränkungen an Schwächer,, zn rächen, unddie nur den Starken furchtbar sei» will. Beide vergaßen sich selbstüber die Sache ihres Staates; dem einzelnen Menschen trugen sienie lange nach, und oft riefen sie in Gutmüthigkeit oder leichtemSinne den, der ihren Zorn erregt hatte, am ersten wieder zu sich.Darum waren sie nicht ohne Schwächen. Sie ließen sich oft inihren Neigungen hingehen, und schienen nicht selten eben so sehrohne Grund zu lieben, als zu Haffe». Wer ihnen einmal durchGewohnheit Bedürfniß oder lieb geworden, dem ward viel gut ge-rechnet. Hatte Friedrich gegen irgend Jemand eine vorgefaßteMeinung, so mußte der Alles versündigt haben, und er ließ sichnichts einrede». Vom österreichischen General Nied z. B. konnteihm Keiner sprechen, ohne daß er diesen Mann, der ihm alsMinister in Berlin mißfallen hatte, mit Bitterkeit bezeichnte; somanchen Ander». Auch Napoleon hatte seine Leute, die verdientoder unverdient das beständige Ziel seines verachtenden Spottesblieben.