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kann. Wem aber von beide» größere Bewunderung und Achtunggebühre, würde nur der mit Glück entscheiden, welcher, in derAllwissenheit eines Gottes, die Reinheit des sittlichen Willens unddas Maß der Kräfte von beiden, im Verhältnisse zur Macht derHindernisse und Umstände, durchschauen könnte, die sie zu über-wältigen oder zu benutzen hatte». Auch müßte ihm gegeben sein,das, was jeder zur Schöpfung seines Glanzes beitrug, abznson-dern von dem, was der gütige Zufall, oder vielmehr das uncr-sorschbarc Schicksal geleistet hat.
Es ist auch eine sehr überflüssige Frage, was geschehen seinwürde, wenn Friedrich der Große und Napoleon Zeitgenossengewesen sein würden. Ihre Lösung gehört vor den Nichterstuhldes politischen Kannegießers.
Gewiß aber ist, daß beide in ihrer Denkart, Wcltansicht undHandlungsweise, so wie auch darin Vieles mit einander gemeinhatten, daß sie deswegen von den Wenigsten ihrer Zeit begriffen,von den Meiste» vergöttert oder verteufelt wurden.
Welche Abscheulichkeiten »nd Zerrbilder hat der schriftstellcrndeJanhagel von Friedrich und Napoleon während ihres Lebens er-funden und verbreitet, und der nichtschriftstcllcrnde geglaubt! Fried-rich mußte in andern Ländern, freilich nicht in seinem Preußen,dem Volke als ein Gottesläugner, als ei» wahrer Teufel, als einblutdürstiger Tirann erscheinen, vor dem Alles zitterte; als einMensch ohne Anständigkeit in Wort und That, roh und schmutzig,die Seinigen oft mißhandelnd; als ein Ausbund wüster Laster undeiner gräuclhaften Liebe, welche ihn vom andern Geschlechte ent-ferne; als ein kleinlicher, verschmitzter, neidischer Selbstling, dernichts neben sich gelten lassen wolle. Selbst Gebildetere ließensich nicht ausreden, daß er auf Verdienst und Ruhm eines Schwe-rin und Kcith eifersüchtig gewesen sei, und ihr Heldentod ihmganz willkommen gewesen wäre. On is supposoit viwtisnlb «le