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Hof; Immer hatte er Liebschaften. Man sagte sogar, In seinererste» Jugend habe ihm die Prinzessin Amalie, Georgs ».könig-liche Tochter, ihre Gunst geschenkt gehabt. Rodney war zwarein Bia»» von wissenschaftlicher Bildung, durchaus aber kein her-vorstechender Geist, ja, was man am wenigsten glauben sollte,ohne natürlichen angcborncn Math. Er selbst gestand es unterFreunde», daß er von der Natur kein Herz empfangen habe, welchesdie Furcht nicht kenne. Stand er aber im Donner des Treffens,so war es durch den Gedanken an Pflicht und Ehre ihm leicht,sich selbst zu überwinden, und hatte er einmal die ersten Schauerüberwunden, dann ging er ruhig in die Gefahren, denen er nichtansweichen konnte, und die er mit glücklich berechnendem Blickseinen Gegnern vorbereitet hatte.
Dennoch leisteten Nodney und North ihrem Vaterlande großeDienste. Der Letztere als Minister war neben dem, daß er sichden Ruf eines streng rechtlichen Mannes erworben, ein leutseliger,gesprächiger Mann, von rvscnfarbcner Laune, der, ohne Ansprüche,nur ungern die Amtsmiene annahm und den Minister spielen mochte.Das machte ihn beliebt; seine Geistesgegenwart, seine oft treffen-den Antworten, gaben ihm gegen die, welche ihn in den Verhand-lungen leidenschaftlich angriffen, ein gewisses Ncbergcwicht. Erwar nicht beredsam, aber in seinen Darstellungen lichtvoll, und indem, was zu sagen und nicht zu sagen war, Wohl eingcübt. Da-bei genoß er den großen Vortheil, welchen eine durch Reisen undLesung der Alten erworbene Kraft und Vielseitigkeit der Ansichtenund Kenntnisse gewähren. Daher gelang es ihm, lange Zeit in,Parlamente eine der ersten Rollen zn spielen; und daher ward erauch dem Könige so herzlich lieb, fast unentbehrlich. Kein liebererMann im vertraulichen Kreise, als North! Da war er geist-reich, witzig, Alles ermunternd durch seine frohen Einfälle. Dafand man selbst seine Schwächen angenehm, als recht zur Voll-