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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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neue Stellen, die zuweilen lächerlich genug waren. Er machteObcr-Reiswellen-Controlleurs, geschwornc Henhänd-ler, Weinansrufungs-Räthe n. dgl., hetzte Hof und Par-lament gegen einander, und trieb einen Unfug, daß zuletzt allesin Sturm gerieth.

Mazarin spürte wohl, es sei Zeit, den großen Staatsmannauf die Seite zu thun. Er nahm ihm seinen Posten und verbannteihn auf seine Güter. Da starb der kluge Wicht, im Leben nochZeuge einer Schande, die ihn im Tode nicht verließ. Er vergrubsich in größte Zurückgezogenheit; er starb, mau weiß von demManne nicht einmal zu sagen: wann? Man nennt noch heut sei-nen Namen nur, um ihn zu schimpfen.

Ein Urtheil Dante's.

Der Dichter der «lomeiU» ckiviva, Dante Alighieri, hatte,wie mancher witzige Kopf, das Unglück, oft zur »»rechten Zeitwitzig zu sein. Man ist aber, glaube ich, allemal zur UnrechtenZeit witzig, wenn der Witz zugleich Wahrheit enthält.

Nachdem die Florentiner mit republikanischem Eifer das Hausihres großen Mitbürgers geschleift hatte», zog Dante nach Ve-rona. Da ward er vom Hofe des Fürsten della Scala sehrschmeichelhaft ausgenommen. Man hielt damals viel ans geistvolleund große Gelehrte, weil man sich doch in langweiligen Augen-blicken unterhalten konnte, und wohlfeilen Kaufs mit ihnen dieUnsterblichkeit des Namens zu theilen hoffte.

Eines Tages stand der Prinz mit Dante da, als die Herrenvom Hofe einen sonst vom Prinzen Wohl gelittenen lustigen Rathoder Hofnarren mit Schmeicheleien überhäuften. Der Prinz schüt-telte de« Kopf..-Wik kommt's nun," sagte er zu Dante,daß