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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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t»»g eines Mannes gewinnen können, der Sinn für ächte Größehatte.

Als er ans Italien nach Frankreich kam, brachte er einen ge-wissen Mensche» mit sich, Namens Einery, der alle Anlagen dazuhatte, ein größerer Geschäftsmann zu werden, als Mazari» selbstwar; Witz und Scharfsinn zum Verwundern; Leichtigkeit in Be-handlung der vcrwickeltsten Arbeiten; Geistesgegenwart, die nieübernimmt ward; Vorhersagungsgabc, die selten oder nie fehlrechnete. Aber dieser Mensch war dabei ein Erzschurke, ohne Ge-fühl für Menschlichkeit, Wahrheit nnd Recht. Sein Gott wardas Geld, und jeder Mensch für ihn so viel Werth, als eine Glie-derpuppe.Desto besser für Hof nnd Staat! " wird Mancher den-ke». Ich aber glaube, desto schlimmer.

Emery war der Sohn eines ganz gemeinen Bauers im Sie-nischen; Mazarin brauchte ihn zu seinem Vor- und Nachläufer,überall, wo kein redlicher Mann sich brauchen ließ. Emery stiegdvu Amt zu Amt, und ward zuletzt Obcrintendant der Finanzen.Keiner taugte besser zum Geldschmied, als er, denn alle Mittelwaren ihm gleich. Er behandelte seine Nation wie einen Bienen-stock, dem ein guter Oekonom jährlich den Honig so weit wcg-»immt, daß nur eben zum Leben genug bleibt, um künftiges Jahrmehr zu bekommen.Possen mit euer», Gewäsch vonEhrlichkeit (Iionne-1'oi)!" sagte Emery eines Tages, als ihmdoch eine ehrliche Haut einmal etwas von Treu und Glauben sa-gen mochte.Ehrlichkeit ist eine Tugend für Kauf-lcntc! aber als Pflichtvergessene (prvvoricat6ur8) sollman Staatsbcamtete abstrafen, die sich unterstehen,daran in Geschäften des Königes zu denken."

Er war denn »ach seiner Art auch gar nicht pflichtvergessen.Für Geld war ihm Alles feil. Er verkaufte Aemter, Titel, Adels-briefc nnd was man wollte. Um Geld zu beziehen, schuf er ganz

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