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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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das Ende vom Liede? Er mußte zuletzt, eines bloßen Ver-dachtes willen, ins Gefängniß wandern; saß ein Jahr darin; kamendlich gerechtfertigt wieder in Freiheit, »m ein paar Monatedarauf (1650) an der Wassersucht zu sterben. Von allen seinenGliedmaßen, die sonst der Mensch doppelt zu haben Pflegt, hatteer die Hälfte ans den Schlachtfeldern gelaffen. Er hatte nnr nochein Ohr, ein Auge, einen Arm, ein Bein genug, Mars ließihm, wie sich ein französischer Dichter sehr artig über ihn ans-drückte, nichts Ganzes, als das Herz.

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Und dies Fragment von Menschen starb da ward selbst seinmilitärischer Ruhm vergessen.

Anders denkt der Sekretär, anders der Papst.

Aeneas Sylvins Piccolomini war ein vortrefflicher Kopf;ein angenehmer Dichter, er empfing sogar die poetische Lorbeer-krone; ein guter Rechtsgelehrter, ein fleißiger Geschichtschreiber,ein guter Theolog, und, was mehr als Alles sagen will, ein vor-urtheilsfreier, helldenkender Kopf. Als Sekretär der be-rühmten Kirchenversammlung zu Basel im Jahr 1431, war erder eifrigste Vertheidtger des Ansehens der Konzilien gegen dieMacht und Eigenmacht der Päpste. Keiner sprach wärmer,keiner geschickter für die Freiheit und Rechte der Kirche, keinerbündiger gegen päpstlichen Despotismus.

Was geschah? Etliche zwanzig Jahre nachher wurde er selbstPapst. Die Welt erwartete von diesem Hellen Kopfe große Re-formen in Kirchensachen; man erwartete, er werde wenigstens seinemJahrhundert werden, was Ganganelli dem achtzehnten werden