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wollte. Hochgespannt blickte die Christenheit zu Pius dem Zweite»empor.
Da erließ er 1460 eine Bulle, worin er alle Appellationen anein Konzilium für null und nichtig, abscheulich, und denheiligen Canons zuwider erklirrte, und in einer andern Bullevon 1463 widerrief er alles, was er als Sekretär für dasBaseler Konzilium geschrieben.
„Wir sind Menschen," sagte er, „Wir haben menschlichgeirrt. Wir wollen nicht läugnen, daß Vieles, was Wir gesagtund geschrieben, verdammt werden könne. Wir haben gepredigtaus Verführung, wie Paulus, und aus Unwissenheit die KircheGottes verfolgt. Wir ahmen nun dem seligen Augustinus nach,welcher auch die irrigen Meinungen widerrief, die ihm in seinenWerken entschlüpft waren. Wir thun dasselbe. Wir bekennen un-verhohlen unsere Jrrthümcr, aus Furcht, es möge das, was Wirin der Jugend geschrieben, irgend einmal dem heiligen StuhlNachtheil und Abbruch thun. Denn wenn es irgend Jemandgeziemt, die Größe und den Glanz des ersten Thrones derKirche zu vcrthcidigen und zu erhalten: so geziemt dies Uns, dender gnadenreiche Gott aus bloßer Güte und Huld, ohne irgend einVerdienst von Unserer Seite, zur Würde eines StatthaltersJesu Christi erhoben hat. Aus dieser Ursache nun warnenund ermahnen Wir euch in dem Herrn, allen jenen Schriftenkeinerlei Glauben beizumcssen, die auf irgend eine Art das An-sehen des apostolischen Stuhls kränken, und Gesinnungen begün-stigen, welche die römische Kirche verwirft. Wenn ihr demnachetwas ihrer Lehre Widerstrebendes in Unfern „Dialogen" oder inUnfern „Briefen" oder in andern Unserer Werke findet, verachtetdiese Meinungen, verwerfet sie; folget dem, was Wir euch jetztsagen. Glaubet mir lieber jetzt, da ich betagt bin, als da ich»och ein Jüngling zu euch redete. Gebt einem souveränen Ober-