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die längste Predigt, die oft eben darum die langweiligste ist. Oftsind die Entwickelungen unbegreiflich wunderbar; oft schauerlich.Die neueste Geschichte ist nicht arm daran. Man darf sich »nr andas Ende der meisten von denen erinnern, welche in der französi-schen Revolution ihre Hände mit dem Blute der Unschuld färbten.
Seltsam war die Rache, welche die Gemeinde Cnssct nachNvbcspierrc'S Sturz an einem ihrer Mitbürger nahm, der einervon den subalternen Schrcckensmännern gewesen. Dieser, NamensForestier, ein Advokat, votirte, als Mitglied des Nationalkon-vcnts, auch Ludwigs des Scchszehntcn Tod, errichtete in seinemGcburtsstädtchen ein Revolutionstribnnal, und beging viele Grausam-keiten, indem er sich ans Unkosten seiner Schlachtopfcr bereicherte.„Nichts schöner, nichts herrlicher, als ein Revolutionstribnnal!"rief er eines Tages, „als so ein Haufe Verdammter, die mit un-glaublicher Geschwindigkeit vorüberzichen; als der Anblick von Gc-schworuen, die ein wahres Kettenfeuer darauf machen."
Nach dem Sturze der Schreckensrcgiernng setzten die Einwohnervon Cnssct unter die Fenster seines Hauses eine Knfc, angefülltmit Blut, mit Knochen von Todtcnköpfcn, daran befand sich dieInschrift: „Schau dein Werk an; lösche deinen Durst,aber zittert, Tiranncn!"
Die Inschrift mahnt an die Worte der scythischc» Königin To -niyris, als sic das Haupt des Cyrns in einen Sack voll Blutsteckte.
Dieser Forestier war übrigens ein Mann von vieler Bildung,Kenntniß und Belesenheit in den Werken der Alten; angenehm in,Umgang; gefühlvoll und, was man kaum glauben sollte, sogar gut-herzig. Als er nach der Wiedcreinthronnng Ludwigs xvni, wieviele andere, die für Ludwigs xvi. Tod gestimmt hatte», in die Fremdeauswandcrn mußte, suchte und fand er seine stille Zussucht in derSchweiz. Er besuchte wich zuweilen in Aarau. Seine Gespräche