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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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die Schwester des Khans, Wittwe des Königs von Pafna, hieltes nicht unter ihrer Würde, sich den Besen deSHauseS Gotteszu tituliren, und in der tartarischen StadtLechune, wo die Khansihre Begräbnisse hatten, befanden sich damals in 280 Klöstern nichtweniger als 42,000 Mönche und Nonnen, die ein dem Himmelgeweihtes Leben führten.

Die Außerordentlichen.

Es gibt außerordentliche Menschen, deren Talente ans Wunder-bare grenzen, und der Welt zuletzt damit so wenig nützen, als dieRieseutanne, welche ihre Millionen Saatkörner alljährlich überunwirthbare Felsen streuet. Erscheinungen wie diese, gehörenzu den seltensten Naturspielen und zu den rätselhaftesten dieser Welt.

Eine solche war z. B. der Engländer Chrichton, der fastalle Sprachen Europens sprach; in allen Wissenschaften über be-liebige Gegenstände, in jeder Sprache, unvorbereitet disputirtc; inder Musik, in allen Spielen und Nebungcn Meister war, und dieberühmtesten Preisfechtcr Europens im Zweikampf erlegte. DieWelt staunte dies Niesengenie an, ohne von ihm einen bedeutendenNutzen zu haben.

Minder bekannt ist, als er, aber nicht weniger merkwürdig, warein Franzose, Namens Servin, Zeitgenosse des Herzogs vonBethüne.Als ich," erzählte dieser in seinen Memoiren,An-fangs Juni 1603 von Heinrich IV. nach England zur KöniginElisabeth geschickt wurde, präsentirte mir der alte Servin, aufdem Wege von Paris nach Calais, wo ich mich einschiffen wollte,seinen Sohn. Er bat mich, denselben in mein Gefolge aufzunehmen,und einen Versuch zu machen, ob der junge Mensch, der bei denglänzendsten Talenten die hervorstechendsten Neigungen zu allenLastern hatte, nicht endlich noch ein rechtlicher Mann werden könne?