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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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eine Weise organisiren will, die'seinen anfänglichen Konstitutionenwiderspricht.

Brissac dachte nicht so weit. Es ging lange, ehe er be-griff, woher auch die allgemeine Widersetzlichkeit der Menschengegen seine schönen Plane kam. Denn er machte alle und dievornehmsten Mitglieder der Ligue damit bekannt. Während er so,ohne den geringsten Beistand von Andern, sein Projekt gar fleißigins Reine brachte, lief er aber zuletzt Gefahr, der König möchtees, mit Einnahme der Hauptstadt, gewaltig durchkreuzen. Diesbrachte ihn plötzlich genug von seinen rein-römischen Idealen zudem damaligen Geist und Ton der Franzosen wieder zurück, dasheißt, statt sich Andern zu opfern, für sich selbst zusorgen. Ist der Reiz des Eigennutzes aber auch noch vonirgend einer Gefahr auf der andern Seite begleitet: so ist wohlbeinahe Jeder zuletzt auf dem besten Wege, seinen herzlichstenFreund zu verrathen. Und so that Brissac. Er ließ denHerzog von Mahenne im Stich, und der römisch-französische Re-publikaner kapitulirte sehr höflich mit dem König."

Der Eroberer von China.

Von allen Abenteurern, welche durch Indiens Gold über dasMeer gelockt worden sind, hat wohl niemals einer mehr erfahren,gesehen und geduldet, als der bekannte Portugiese Mendez dePinto. Man weiß nicht, ob man mehr sein ungeheures Unglückoder sein ungeheures Gedächtniß bewundern soll. Während seinereinundzwanzig Jahre langen Reise in Asien fiel er dreizehnmal indie Sklaverei, und ward sechszehnmal verkauft. Eine zahlloseMenge von Menschen, Gegenden und Städten beschwerten seinGedächtniß mit Namen, deren er keinen vergaß. Man findet in