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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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und Süden unserer Großväter zur Ruhe; auch bei uns wird Allesendlich wieder den verlornen Schwerpunkt finden und ins Geleisder Ordnung zurückkehren. Dan» wird man sich erst besinnen, unddie Welt, wenn sie das Facit des langen Krieges übersieht, undwas er Neues und Besseres gestiftet, wird sich verwundert fragen:War das auch wohl des vielen Pulvers und Menschenbluteswerth?" und die Welt wird über die Handlungen ihrer Königeund großen Leute ins Gericht treten.

Ich weiß freilich nicht, ob dieses Blatt die Ehre haben wird,einem meiner Enkel im Jahr 1808 in die Hände zu fallen. Solltees aber geschehe», so würd' ich ihn bitten, fiel) von den wunder-hcrrlichcn Dingen seiner Zeit nicht zuviel zu versprechen. Hat er

das Glück, in seinen Tagen einen de l'Epcc zu haben, der sich

der Taubstummen erbarmt; einen Jenner, der die Blatternpestaus der Welt bannt; einen Pestalozzi, der die Kinder des Volkseinfach und vernünftig bilden lehrt; einen Rumford, der Hun-grigeu wohlfeile, nahrhafte Kost gibt, und dergleichen Männer,die ohne Teufelskünstc Engel sind, Männer, die darum apothcofirtsind, weil sie sich dem Heil der Welt anfopfcrn: so will ich sein

zwanzigstes Jahrhundert »och nicht für das schlechteste halten, und

gebe ihm alle übrigen Herrlichkeiten als Zugabe i» den Kauf.

Ich würde ferner zu ihm sprechen:Denk- und Gewissens-freiheit werden i» unser» Tagen freilich so wenig getödtet, alsHeren verbrannt, und zwar aus dem vernünftigen Grunde, weilman endlich nach mehrhundcrtjährige» Versuchen sich überzeugthat, es gebe keine Hereu, und man könne keiner Seele das Denkenverbieten. Aber Sprach- und Preßfreiheit wird heutiges Tagesnoch sehr sorgfältig von den Großen beschränkt, weil man sie fürdie Völker als ein Gift ansieht. Inzwischen hat sich Englandbei diesem Gifte schon seit einem Jahrhundert so wohl befunden,daß cs durch seine Macht, seinen Neichthum und Glanz die Be-