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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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»6'esi, tout eowmo olier nous; nichts Neues unter der Sonne.Zu unserer Zeit war Karl der Zwölfte der Held des Tages,dem nur ein solider Stützpunkt fehlte, um die alte Welt aus ihre»Angeln zu heben. Hätte er, statt des armen, entlegenen, kleine»Schwedens, einen reichen, großen, in der Mitte Europens ge-legenen Staat zu seiner Verfügung gehabt, wir wetten, er hätteaußer dem Kurfürsten von Sachsen auch andere Monarchen vomThrone geworfen, und außer dem Woiwoden von Posen, Sta-nislavs LesczinSki, den er nach seinem l>on plaisir zum Königder Sarmaten erhob, manchen andern in den Königsrang ver-setzt. Die Flucht des Prinzen von Brasilien nach Brasilien istkaum halb so romantisch, als die Flucht des Königs Stanislavsaus Polen, oder die Reisen und Abenteuer Karls des Zwölftenvon Bender hinweg bis in sein Norderland. Wie bei euch diefranzösischen Kronprätendenten nach England flohen, flüch-teten zu unserer Zeit die englischen Kronprätendenten nachFrankreich. Wie zu eurer Zeit ein König von Spanien in denPrivatstand zurücktritt, that das zu unserer Zeit ein König vonSardinien." So ungefähr würden unsere Großväter sprechen,wenn es ihnen der Mühe wertst schiene, über so etwas noch, einWort zu verlieren.

Was ist am Ende von den siebenzehnhundertneuner Großthateu,Schlachten, Helden, Fürstenabenteuern, SuccesstonSkriegen und der-gleichen übrig geblieben? Nichts als der Segen Peters desGroßen über sein großes Land, und die Blüthen der Kunst undWissenschaft, welche der eitle schwache Ludwig XIV., der ambesten einen Gekrönten zu repräsentiren verstand, durch Gunstund Theilnahme hervorlockte- Und ungefähr so viel mag wiedernach Verfluß eines SekulumS von unser» achtzehnyundertneunerGroßthaten und Wunderwerke» vorhanden sei».

Der Utrechter »nd Nystadter Frieden brachte den Norden