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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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falls seine Krone nieder, weil er seinen Ruhm nicht überlebenwollte. Ohne ein Greis zu sein, doch schon von den Schwächendes Alters überrascht, der Erholung bedürftig, fühlte er, daß erseinen Ricscnplauen nicht mehr gewachsen sei. Er wollte sie lieberunvollendet lassen, als sie mit halben Kräften verstümmeln.Darum vertauschte er den geräuschvollen Thronsaal mit der Ein-samkeit des estremadurischen Klosters. Und als er bei Laredodie spanischen Ufer auf der Reise zur Einstedelei berührte, warf ersteh nieder, küßte die Erde, und rief:O allgemeine Mutter derSterblichen, nackt kam ich aus der Mutter Schoos, nackt kehreich in den deinigen zurück!"

Und doch warf er zuweilen, wenn ihn, trotz Nhrmacherci,Torriano's Kunstwerken und St. Augustins und St. Bern-hards erbaulichen Schriften, die Langeweile überschlich, einenBlick, doch nur verstohlen, durchs Klosterfenster von St. Inst indie Welt zurück!

Die Uebcrgabe von Amsterdam.

Im Jahre 1672 hatte Ludwig der Vierzehnte, unter welchemder Prinz von Conde und Marschall Turenne kommandirten,ganz Holland erobert. Er erschien vor den Thoren Amsterdams.Die Bestürzung war unbeschreiblich groß. Niemand dachte mehran Widerstand. Die elenden Festnngskommandanten damaliger Zeit,zum Uebcrgeben allzeit, fertig, hatten mit einander gewetteifert nmSchande, und das für den König so schmeichelhafte Distichon ge-rechtfertigt, das ihm Mariotte schrieb:

Uns ckies I-oMsi-os. vurxuuckos kebckoiuss uns,

Uns ckoiust vslsvos luns; quick snnus erik?

Genug, in Amsterdam dachte man auch an nichts, als an Ueber-