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hören werde! Wie süß wird nur selbst die Erinnerung sei», einstals Monarchin den Menschen wohlgcthan zu haben!" — Und alsnun der große Schritt gethan war, ließ sie »och eine Medailleprägen mit der Legende: „Der Parnaß ist schöner als derThron/'
Theodora, Kaiser Justinians Gemahlin und Mitregentin,dachte in diesem Punkte sehr verschieden von der Schwedin. Alsbeim Nika-Aufruhr im Jänner 832 Konstantinopels Straßen mitBlut gefärbt und die prächtigen Paläste, selbst die St. Sophien-kirche, in Hellen Flammen waren; als zaghaft der Kaiser schon dieVersammlung des Raths berufen hatte, um sein Heil dnrch dieFlucht zu retten, sprach Kaiserin Theodora die ächt-kaiserlichenWorte: „Und wäre Flucht unsere letzte Hilfe, ich würde sie ver-schmähen. Tod ist die Bedingung unserer Geburt; wer einmal dieHerrschaft besaß, darf den Verlust seiner Würde und seiner Staa-ten nie überleben. Ich flehe zum Himmel, daß man mich nie,auch nicht eine» einzigen Tag, ohne Diadem und Purpur erblicke:daß ich das Licht nicht mehr sehe, wenn man mich nicht mehrKaiserin grüßt. — Bist du, c Kaiser, zur Flucht entschlossen,wohlan, du hast Schätze; betrachte das Meer, du hast Schiffe.Aber zittere, die Liebe zum Leben gibt dich elender Verbannungund schimpflichem Tode preis. Ich hingegen bleibe dem Grund-sätze der Alten treu: Der Thron ist ein glorreiches Grab!"
Wie sehr die Empfindungen und Nrtheilc beider gekrönten Da-men kontrastiren, darf ich nicht erst sagen, wohl aber, daß dieschwedische Christin« die Tochter des ruhmvollen Königs GustavAdolfs und — die orientalische Kaiserin Theodora Tochter einesBärenwärters, und vor ihrer Thronerhebnng — ein unterhal-tenes Freudenmädchen war.
Karl V., seines Zeitalters mächtigster Monarch, in dessenStaaten die Sonne niemals vom Himmel verschwand, legte eben-Zsch. Ges. Schr. 35. Thl. 10"